Lesetipps

Hier haben wir für Sie eine Auswahl interessanter Bücher zusammengestellt, die sich auf unterschiedlichste Weise mit freiwilligem Engagement befassen – für Sie selbst zum Lesen oder zum Verschenken.

Jahrbuch Engagementpolitik 2015. Wochenschauverlag

Ansgar Klein, Rainer Sprengel, Johanna Neuling (Hrsg.)

Jahrbuch Engagementpolitik 2015

Engagement und Welfare Mix - Trends und Herausforderungen

Die Rolle des bürgerschaftlichen Engagements im Kontext sozialer Daseinsvorsorge ist Gegenstand wachsender Kontroversen in der Fachöffentlichkeit. Einerseits werden instrumentelle Sichtweisen auf das Engagement als kostengünstige Ressource bei der Erbringung insbesondere sozialer Dienstleistungen aus guten Gründen kritisiert: Monetarisierung des Engagements und das Engagement als ein verkappter Niedriglohnbereich sind hier ebenso Stichworte wie instrumentelle Nutzungen von Freiwilligendienstformaten für die Schließung von Angebotslücken von kommunalen und sozialen Einrichtungen. Andererseits gibt es eine wachsende Zahl guter Beispiele für eine echte Koproduktion von Staat/Kommune, Engagement und Unternehmen unter Wahrung und Nutzung des Eigensinns der jeweiligen Akteurinnen und Akteure. Für neue Formen des „Welfare Mix“ braucht es Netzwerke und Plattformen der Abstimmung „auf Augenhöhe“. Der Themenschwerpunkt des Engagementpolitischen Jahrbuchs gibt einen Einblick in die aktuelle Diskussion.

Generali Engagementatlas 2015. Generali Zukunftsfonds

Generali Zukunftsfonds

Generali Engagementatlas 2015

Rolle und Perspektiven Engagement unterstützender Einrichtungen in Deutschland

Im „Alten Reichsversicherungsamt“ – einem ehrwürdigen, holzvertäfelten Saal im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung – stellte der Generali Zukunftsfonds am 5. November 2014 den „Generali Engagementatlas 2015“ vor. Namhafte Wissenschaftler ordneten die Ergebnisse der bundesweiten Erhebung ein und regten zu kontroversen Diskussionen an – ganz im Sinne der Handlungsempfehlungen, die der Generali Zukunftsfonds dem Engagementatlas 2015 sprichwörtlich ins Buch geschrieben hat. Kernforderung dabei: Die Schaffung einer neuen Logik der Engagementförderung, die es den Einrichtungen vor Ort ermöglicht, eigene Strategien zu entwickeln – und sie nicht weiterhin von wechselnden „Moden“ oder Modellen der Engagementförderung abhängig zu machen.

Transparenz im Dritten Sektor. Bucerius Law School Press, 2014.

Holger Krimmer, Birgit Weitemeyer, Saskia Kleinpeter, Benedikt Vogt, Friedrich von Schönfeld (hrsg.)

Transparenz im Dritten Sektor – eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme

Das Informationsinteresse im Hinblick auf die Tätigkeit und die Finanzierung gemeinnütziger Organisationen ist in den letzten Jahren erheblich gewachsen. Dazu haben auch einige Skandale aus dem gemeinnützigen Bereich beigetragen, bei denen ein gravierender Mangel an transparentem wirtschaftlichem Handeln im Innen- und Außenverhältnis im Mittelpunkt stand. Eine umfassende wissenschaftliche Analyse der Thematik „Transparenz“ und ihrer Sachgerechtigkeit ist für die fundierte Auseinandersetzung mit der Öffentlichkeit notwendig.

Trotz bereits vorhandener Grundlagenforschung im nationalen wie im internationalen Umfeld fehlt eine aktuelle Untersuchung über die Transparenz- und Publizitätsanforderungen sowie über die empirischen Strukturen der unterschiedlichen Bereiche des Dritten Sektors, welche die bereits vorhandenen Regelungen und Mechanismen zusammenträgt und darstellt, ihre tatsächliche Verbreitung und Akzeptanz untersucht und sachgerechte Kriterien zu Transparenz und Offenlegung entwickelt. Diese Aufgabe übernimmt die Studie und trägt damit zur Versachlichung der Transparenzdebatte bei.

Arbeitsplatz Stiftung. Stiftung&Sponsoring Verlag, 2014

Berit Sandberg (Hrsg.)

Arbeitsplatz Stiftung. Karrierewege im Stiftungsmanagement. Personalmanagement in Stiftungen, Band 3

Bislang ist der Arbeitsmarkt „Stiftungswesen“ weitgehend unerforscht und intransparent. Dies erschwert insbesondere Berufs- und Quereinsteigern den Zugang zur Tätigkeit im Stiftungsbereich. Und obwohl Stiftungen von Arbeitnehmern grundsätzlich als attraktiv wahrgenommen werden, hat über die Hälfte der Stiftungen in der Praxis Personalprobleme. Bei personalintensiven Stiftungen, die v.a. über Fachkräftemangel klagen, sind es weit mehr. Der vorliegende Band liefert neue empirische Erkenntnisse und lotet das Arbeits- und Berufsfeld „Stiftung“ aus wissenschaftlichen und anwendungsorientierten Blickwinkeln aus. Er richtet sich insbesondere an Stiftungsmitarbeiter und Bewerber sowie an Personalverantwortliche in Stiftungen, aber auch an Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit.

StiftungsReport. Bundesverband Deutscher Stiftungen, 2014

Bundesverband Deutscher Stiftungen

StiftungsReport 2014 Gesundheit fördern

Was bedeutet "gesund sein"? Wie kann Gesundheit erhalten oder wiederhergestellt werden? Vor welchen Herausforderungen steht das Gesundheitswesen? Diese Fragen beschäftigen auch mehr als 5.000 Stiftungen in Deutschland, die sich im Bereich Gesundheit engagieren. Sie gehören nicht zu den klassischen Akteuren des Gesundheitswesens, leisten aber einen wichtigen Beitrag, der über den Stiftungssektor hinaus bisher kaum bekannt ist. Der StiftungsReport 2014 des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen liefert aktuelle Fakten zu gesundheitsfördernden Stiftungen in Deutschland und präsentiert eine Umfrage zum Thema "Stiftungen und Gesundheit". Diese gibt erstmalig Aufschluss über das eingesetzte Fördervolumen, konkrete Förderaktivitäten und -bereiche oder begünstigte Personen und Organisationen. 

Der jährlich erscheinende StiftungsReport zeigt, wie sich Stiftungen aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen stellen und zur Lösung von Problemen beitragen. Er ist ein unverzichtbares Werk für Fach- und Führungskräfte im gemeinnützigen Sektor, in Politik und Wirtschaft, für Medienschaffende und Verbände.

Demokratie einfach machen. edition Körber-Stiftung 2014

Gregor Hackmack

Demokratie einfach machen. Ein Update für unsere Politik

Die Unzufriedenheit der Menschen mit der parlamentarischen Demokratie wächst immer weiter. Gregor Hackmack erklärt, wie mehr direkte Demokratie und mehr Transparenz ein Update für unsere Politik liefern können. Unsere Demokratie steckt in einer Vertrauenskrise. Aus einem einfachen Grund, sagt Gregor Hackmack, Demokratieaktivist und Mitbegründer der Plattform abgeordnetenwatch.de: Die Parlamente bilden gesellschaftliche Mehrheiten nicht mehr ab. Unsere Abgeordneten treffen zu viele Entscheidungen zugunsten einer vermögenden Elite. Über manche Fragen herrscht längst ein breiter gesellschaftlicher Konsens. Doch warum wird Volkes Wille nicht umgesetzt? Gregor Hackmack stellt ein überzeugendes Mittel gegen Intransparenz, Entfremdung und Oligarchiebildung vor: mehr direkte Demokratie. In den letzten zehn Jahren initiierten er und seine Mitstreiter in Hamburg vier Volksentscheide und zwei Verfassungs-änderungen – eine Erfolgsgeschichte, die zeigt, dass Bürger auch zwischen zwei Wahlgängen ihre Haltung zu wichtigen gesellschaftlichen Anliegen in die Parlamente tragen können. Mit vielen Beispielen, Empfehlungen und Tipps zeigt Hackmack, was jeder von uns schon heute tun kann, damit wir alle wieder mehr Einfluss auf Politik, unsere Abgeordneten und die Entscheidungsprozesse gewinnen. So wird Demokratie wieder wirklich repräsentativ!

Achtung vor dem Bürger. Herder, 2014

Rupert Graf Strachwitz

Achtung vor dem Bürger. Ein Plädoyer für die Stärkung der Zivilgesellschaft.

Die Zivilgesellschaft ist eine entscheidende Bedingung für eine offene, auf Freiheit gegründete Gesellschaft, die sich selbst zu steuern sucht. Dennoch spricht man von einer Bevölkerung, die Regeln, Kontrollen und Aufsicht braucht, die Obrigkeit fürchten soll. Unser politisch-administratives System hat keinen Respekt, keine Achtung vor dem Bürger. Der Autor zeigt Möglichkeiten des kollektiven Gestaltens und Handelns im öffentlichen Raum auf und wirbt für eine starke Zivilgesellschaft, die sich vom Bürger her definiert.

Bürgerschaftliches Engagement in ambulant betreuten Wohngemeinschaften. Mabuse-Verlag 2014

Christine Schwender

Bürgerschaftliches Engagement in ambulant betreuten Wohngemeinschaften

Ambulant betreute Wohngemeinschaften, in denen Ältere in kleinen Gruppen selbstbestimmt, familienähnlich und alltagsorientiert zusammenleben, sind eine interessante Alternative zur hergebrachten Versorgung im Alten- und Pflegeheim. Die Einbindung von Angehörigen und bürgerschaftlich Engagierten ist ein Kernelement dieses Konzeptes. Das Buch untersucht die Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements in ambulant betreuten Wohngemeinschaften und analysiert die Faktoren, die ein solches Engagement fördern und hindern. Damit schließt die Autorin eine Lücke in der Forschungsliteratur zu Wohnformen für ältere Menschen mit Unterstützungsbedarf.

Was bewegt Deutschland? Beltz Juventa, 2014

Michael Beetz, Michael Corsten, Hartmut Rosa und Torsten Winkler

Was bewegt Deutschland? Sozialmoralische Landkarten engagierter und distanzierter Bürger in Ost- und Westdeutschland

Was Deutschland bewegt, das sind Krisen und Innovationen, das sind Wirtschaftsentwicklungen und Regierungsprogramme und das sind Medienevents und Katastrophen. Was aber treibt uns Deutsche wirklich an? Wie reagieren wir auf sozialen Wandel? Was tut sich in Ost und West? Diese Studie beschreitet neue Wege und vergleicht die Lebensansichten engagierter und distanzierter Bürger in Deutschland.

Einflussfaktoren des freiwilligen Engagements. Steinbeis-Edition, 2013

Julia Schlicht

Einflussfaktoren des freiwilligen Engagements. Eine empirische Untersuchung der Extensivierungsperspektive

Der hohen politischen und wissenschaftlichen Relevanz der Engagementförderung zum Trotz existieren bislang keine zielgruppenfokussierten, explikativen Analysen, die die Identifikation der zentralen Einflussfaktoren auf das freiwillige Engagement von engagementbereiten Personen zum Ziel haben. Diese Erkenntnislücke wird mit der vorliegenden Dissertation zumindest teilweise geschlossen, indem zunächst theoretische Zusammenhänge des Engagementverhaltens ermittelt werden. Dabei werden als mögliche Einflussfaktoren auf das freiwillige Engagement Einstellungsparameter, Umwelteinflüsse und zur Verfügung stehende Ressourcen berücksichtigt. Die sich ergebenden Hypothesen werden durch eine qualitative und zwei quantitative Online-Befragungen überprüft. Die Ergebnisse aller drei Studien werden zu einer Skizze des freiwilligen Engagements zusammengefügt, die wiederum die Grundlage für die Ableitung vielfältiger Implikationen für die Unternehmenspraxis darstellt. Abgeschlossen wird die Arbeit durch weiterführende Forschungshinweise.

Generali Zukunfts Fonds: Der Ältesten Rat - Generali Hochaltrigenstudie: Teilhabe im hohen Alter, 2014

Generali Zukunftsfonds

Der Ältesten Rat. Generali Hochaltrigenstudie: Teilhabe im hohen Alter

Ein mitverantwortliches Leben endet auch im hohen Alter nicht. Ganz im Gegenteil: Die Bereitschaft von über 85-Jährigen, sich aktiv für andere einzubringen und die Gesellschaft mitzugestalten, ist sogar stark ausgeprägt. So lautet ein Ergebnis der Generali Hochaltrigenstudie, die im Frühjahr 2014 unter dem Titel „Der Ältesten Rat“ veröffentlicht wurde. Drei von vier Hochaltrigen (76 Prozent) geben beispielsweise an, Freude und Erfüllung in tiefgehenden Begegnungen mit anderen Menschen zu finden. 44 Prozent sind davon überzeugt, dass ihre Lebenserfahrung eine Hilfe für nachfolgende Generationen bedeuten kann. Die Generali Hochaltrigenstudie wurde konzipiert und durchgeführt vom Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse. Die Studie soll – in Fortsetzung der Generali Altersstudie – ein in der Öffentlichkeit vorherrschendes defizitäres Altersbild korrigieren.

Zeit sich einzumischen. Sagas edition, 2013

Walter Sittler und Gerd Leipold

Zeit sich einzumischen. Vom Taksimplatz nach Island Begegnungen auf dem Weg ins Anthropozän

An vielen Orten dieser Welt gehen die Menschen heute zu Tausenden auf die Straßen. Sie protestieren gegen die Arroganz und Willkür von Finanzjongleuren und korrupten Politikern. Und sie fordern mehr Mitspracherechte ein. Die Bürger des 21. Jahrhunderts sind, nicht zuletzt aufgrund der digitalen Revolution, so informiert und wissend wie keine Generation vor ihnen. Das macht neue Formen der Teilhabe möglich und notwendig. Benötigen unsere politischen Strukturen einen Relaunch? Welche Anforderungen müssen sie erfüllen, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen zu sein?

Der langjährige Chef von Greenpeace International, der Physiker Dr. Gerd Leipold, hat jahrelang im Kampf mit den Mächtigen aus Wirtschaft und Politik wie Steve Jobs und Wladimir Putin für eine lebenswerte Welt gekämpft. Gemeinsam mit dem Schauspieler Walter Sittler, einem Hauptakteur im "Zeitenwandel" Baden-Württembergs, hat er sich jetzt auf eine Reise begeben. Sie sprechen mit Wikileaks-Aktivisten, Wissenschaftlern und Journalisten. Mit Künstlern, Aktivisten, Managern. Und mit Politikern wie Griechenlands Ex- Premier Papandreou oder Islands Ex-Präsidentin Vigdis Finnbogadóttir. Die Eindrücke ihrer Begegnungen mischen sich mit Autobiografischem. Und verdichten sich zu einer faszinierenden Bestandsaufnahme der Herausforderungen, die sich unserer Zivilgesellschaft im 21. Jahrhundert stellen. Der Künstler und der Aktivist. Der eine steht für "den gesunden Menschenverstand", ein aufgeklärter, engagierter Bürger. Der andere ist der professionelle Analytiker, erfahren im Umgang mit Gremien aus Politik und Wirtschaft, mit allen Wassern gewaschen. Eine äußerst spannende Autoren Kombination.

"Zeit, sich einzumischen" ist die Erzählung einer Recherche. Indem die beiden Autoren von ihren gemeinsamen Reisen nach Istanbul, Reykjavik, Stockholm, Paris, Budapest und an andere Orte in Europa erzählen, indem sich Erinnerungen aus dem eigenen Leben mit Eindrücken von den Begegnungen vermischen, entsteht ein fesselndes Plädoyer für Transparenz und Demokratie, für Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein. Ihr Buch zeichnet das Bild einer Reise, es ist eine Momentaufnahme unserer Epoche der Transformation und ein hochaktuelles, berührendes Zustandsprotokoll Europas, Grundlage für eine überfällige, gesellschaftspolitische Debatte. Ein literarisches Roadmovie spannend und hochinformativ. Ein in dieser Form neues, ein außergewöhnliches Buch.

Einfach Mensch. Goldmann Verlag, 2014.

Rosi Gollmann mit Beate Rygiert: Einfach Mensch. Das Unmögliche wagen für unsere Welt.

Was für ein Leben: Für Rosi Gollmann gab es nie Halbheiten, nur volles Engagement. Ein Artikel über die Not von Waisenkindern führte sie Anfang der 1960er Jahre nach Indien. Sie entwickelte erste Konzepte einer »Hilfe zur Selbsthilfe« für Arme, unterstützte die Bekämpfung von Kinderarbeit und organisierte die Bereitstellung von Mikrokrediten ebenso wie Augenoperationen für Blinde. Millionen Menschen schenkte Rosi Gollmann die Perspektive auf ein würdiges Dasein und eine selbstbestimmte Zukunft. Jetzt endlich erzählt sie ihre abenteuerliche, unkonventionelle Geschichte.

Rosi Gollmann, geboren 1927 in Bonn, studierte Theologie und arbeitete als Religionslehrerin an berufsbildenden Schulen. Seit mehr als 50 Jahren gehört ihr Leben benachteiligten Menschen in Indien und Bangladesch; erst neben ihrem Beruf, dann im vollen ehrenamtlichen Einsatz. 1967 gründete sie die Andheri-Hilfe Bonn, die bis heute auf fast 4.000 erfolgreich abgeschlossene Projekte in den Armutsgebieten Indiens und Bangladeschs zurückschauen kann. 2002 gründete sie die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung. Rosi Gollmann erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen.

Genossenschaften und Engagement. VDM Verlag, 2013

Mareike Alscher: Genossenschaften und Engagement. Ein erfolgreiches Zusammenspiel zweier Konzepte

Die rechtliche Organisationsform der Genossenschaft sowie das Phänomen des freiwilligen Engagements gewinnen vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Wandlungsprozesse verstärkt an Bedeutung. Genossenschaften zählen dabei zu den institutionellen Akteuren des zivilgesellschaftlichen Engagements. In der öffentlichen Debatte um Engagementformen werden jedoch die potentiellen Zusammenhänge zur genossenschaftlichen Organisationsform weitgehend ausgeblendet. Welche Formen des Engagements lassen sich bei Genossenschaften nachweisen? Wie sind diese zu beschreiben und welches Potenzial ist mit ihnen verbunden?

Die Autorin Mareike Alscher erläutert unterschiedliche Engagementbegriffe und legt zum Komplex der Genossenschaft einen historischen Abriss sowie eine rechtssoziolgische Erörterung vor. Darauf aufbauend werden anhand zweier empirischer Untersuchungen Formen des Engagements im genossenschaftlichen Kontext analysiert. Das Buch richtet sich an Sozial- und Politikwissenschaftler, Ökonomen sowie an die Akteure des Genossenschaftswesens und alle, die Interesse am Themenfeld Zivilgesellschaft haben.

Jetzt tu ich was. Beltz & Gelberg Verlag, 2013

Maike Blatzheim und Beatrice Wallis: Jetzt tu ich was. Von der Lust, die Welt zu verändern

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich für eine Sache zu engagieren und die Welt zu verändern. Das zeigen die Geschichten aus dem neuen Buch bei BELTZ & Gelberg Jetzt tu ich was, herausgegeben von Meike Blatzheim und Beatrice Wallis.

Das Prinzip ist eigentlich kinderleicht und immer dasselbe. Man muss nur eine Idee haben und einen starken Willen. Das vorliegende Buch hat 30 Menschen im Alter von 8 bis 74 Jahren aufgespürt, die aktiv geworden sind und erzählen, warum sie ehrenamtlich tätig sind und warum es sich lohnt, etwas anzupacken. Die Geschichten sind dabei so vielfältig wie das Leben selbst: vom Menschenrechtler über Tierschützer bis hin zum Gründer einer Klimaschutzinitiative.

Die unterschiedlichen Erfahrungsberichte, die dieses Buches versammelt, verdeutlichen: Jeder kann etwas tun und aktiv zu werden macht Spaß! Weil man Freunde findet, weil man neue Seiten an sich entdeckt, weil man lernt, sich mit Widersprüchen auseinanderzusetzen: "Aber warum tun wir das eigentlich? Warum engagieren sich so viele Menschen ehrenamtlich? Für mich gibt es darauf eine einfache Antwort: Weil es Freude macht“ Michaela, 20. Jetzt tu ich was richtet sich vornehmlich an jugendliche Leser, aber gerade weil sich das Engagement der Freiwilligen so beeindruckend liest, eignet sich das Buch für alle, die sich in den Geschichten wiederfinden oder sich von ihnen inspirieren lassen möchten.

Jahrbuch Engagementpolitik 2013
Jahrbuch Engagementpolitik 2013, Wochenschau Verlag, 2013

Ansgar Klein, Rainer Sprengel, Johanna Neuling: Jahrbuch Engagementpolitik 2013

Mit einer Rekordbeteiligung und über 2.500 Veranstaltungen ging im Oktober die Woche des bürgerschaftlichen Engagements zu Ende. Zugleich feiert der Veranstalter, das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE), in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen.
In seinem ersten Jahrbuch berichtet das Netzwerk über seine bisherige Arbeit und bietet beruflichen und ehrenamtlichen Akteuren ein Forum für den fachlichen Austausch und zukunftsweisende Diskurse. Die thematisch-inhaltlich und die serviceorientierten Teile haben sowohl bundesweite als auch europaweite Relevanz und sind eine wertvolle Hilfe für alle Akteure sowie für Multiplikatoren aus Presse und Politik, die sich mit Engagement- und Demokratiepolitik auseinandersetzen.
Für alle, die über den "state of the art“ in der Engagementpolitik und Engagementförderung auf dem Laufenden bleiben wollen und eine engere Vernetzung mit den diversen Beteiligten und Institutionen des Bereichs anstreben, ist das neue Jahrbuch des BBE ein Gewinn.

Generali Altersstudie 2013
Generali Altersstudie 2013, Fischer Taschenbuch Verlag, 2013

Generali Altersstudie 2013: Wie ältere Menschen leben, denken und sich engagieren.

Alt geworden oder jung geblieben? – Wie lebt, denkt und engagiert sich die Generation 65plus in Deutschland?

Die Generali Altersstudie 2013 rückt die Generation der 65- bis 85-Jährigen in den Fokus und untersucht die Lebensumstände, Einstellungen und das bürgerschaftliche Engagement der älteren und älter werdenden Bevölkerung in Deutschland. Auf Basis einer repräsentativen Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach von über 4.000 Personen im Alter von 65 bis 85 Jahren wird ein differenziertes und facettenreiches Bild einer Generation gezeichnet. Kommentiert und wissenschaftlich eingeordnet werden die Ergebnisse von einigen der namhaftesten deutschen Altersforscher. Diese Studie wird der politischen und gesellschaftlichen Diskussion wichtige Impulse geben.

Jugend in der Zivilgesellschaft, Verlag Bertelsmann Stiftung, 2012

Sibylle Picot: Jugend in der Zivilgesellschaft. Freiwilliges Engagement Jugendlicher im Wandel

Jugendliche sind im Hinblick auf eine nachhaltige Engagementförderung eine besonders wichtige Zielgruppe: Wer sich früh engagiert, wird dies mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in späteren Lebensphasen tun und einen positiven Beitrag für sich und die Gesellschaft leisten. Im Auftrag der Bertelsmann Stiftung hat die Sozialforscherin Sibylle Picot die Daten des Freiwilligensurveys für die Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen vertiefend analysiert. Damit wird für die strategische Förderung des Jugendengagements ein breites empirisches Fundament zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Kinder und Jugendliche entgegen der landläufigen Meinung hoch motiviert sind, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Es gelingt jedoch häufig nicht, diese Engagementbereitschaft in die Entwicklung unserer Gesellschaft einzubinden. Veränderte Rahmenbedingungen wie die Entwicklung zur Ganztagsschule und die zeitliche Verdichtung in Schule und Studium zeigen hier Wirkung. Darüber hinaus macht die Studie deutlich, dass  freiwilliges Engagement Jugendlicher stark von Bildungsstatus und Herkunft abhängt.

Baustelle Demokratie, edition Körber-Stiftung, 2012

Serge Embacher: Baustelle Demokratie. Die Bürgergesellschaft revolutioniert unser Land

Demokratie heißt Kontroverse, heißt Bewegung, heißt Veränderung. Doch allzu lange schon stagnieren die politischen Institutionen, die staatlichen ebenso wie die zivilgesellschaftlichen. Nun präsentieren die Bürger die Rechnung: Parteienverdrossenheit, Wutbürgertum, aber auch das Erstarken von Sozialneid und Rassismus sind Symptome einer Gesellschaft, die ihre Vision verloren hat. Wo Selbstsucht statt Gemeinwohl regiert, wirken die zentrifugalen Kräfte einer entfesselten Ökonomie. Der Politikwissenschaftler Serge Embacher sieht den Dreh- und Angelpunkt gesellschaftlichen Zusammenhalts in der aktiven Bürgergesellschaft. Doch noch fehlt es von allen Seiten an Bereitschaft, Partizipation als integralen Bestandteil einer modernen Gesellschaft zu begreifen. Dies gilt nicht nur für den Staat und seine Akteure, sondern auch für das Gemeinwesen als Ganzes. Konsequent ruft Embacher zu einem »demokratischen Wandel« auf: Die Politik muss Kontrollmacht abgeben, die Wirtschaft sich demokratisieren und die Bürgergesellschaft sich öffnen – erst im Zusammenwirken dieser drei Systeme kann die Gesellschaft neuen Zusammenhalt entwickeln und Antworten auf die brennenden Fragen von Gegenwart und Zukunft finden.

Lokale Engagementförderung, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2012

André Christian Wolf und Annette Zimmer: Lokale Engagementförderung. Kritik und Perspektiven

In den letzten Jahren ist ein regelrechter Gründungsboom von Infrastruktureinrichtungen für bürgerschaftliches Engagement zu verzeichnen. Hierzu zählen Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, Selbsthilfekontaktstellen und Bürgerstiftungen ebenso wie Stadtteilbüros, Mehrgenerationenhäuser, Lokale Bündnisse für Familien sowie Stabs- oder Anlaufstellen in der Verwaltung. In diesem Band wird untersucht, welche Vor- und Nachteile die Vielfalt der Einrichtungen auf lokaler Ebene mit sich bringt. Welche Anlaufstellen, Büros und Agenturen sind noch zeitgemäß? Wie ergänzen sich die Angebote, wo überschneiden sie sich und wo stehen sie in Konkurrenz zueinander? Die Antworten auf diese Fragen bilden die Grundlage für eine Diskussion über die zukünftige Entwicklung der Engagementförderung vor Ort.

Wir brauchen Euch! Murmann Verlag, 2011

Roland Krüger und Loring Sittler: Wir brauchen Euch! Wie sich die Generation 50plus engagieren und verwirklichen kann

Die deutsche Bevölkerung schrumpft und die Menschen werden immer älter – die gute Nachricht: Sie bleiben länger gesund und aktiv. Es ist an der Zeit, sich von der »Ruhestandsmentalität der industriellen Gesellschaft« zu verabschieden, sind Roland Krüger und Loring Sittler, die Leiter des Generali Zukunftsfonds, überzeugt. In »Wir brauchen Euch!« decken die Autoren das bislang unausgeschöpfte Potenzial der heutigen Generation 50plus auf: »Niemand muss befürchten, dass künftig Heerscharen von hinfälligen, kranken und bedürftigen Menschen das Bild der Gesellschaft prägen werden. Die Älteren von heute sind überwiegend gut ausgebildet, materiell abgesichert und körperlich sowie geistig fit.« Die jung gebliebenen Älteren wollen aktiv sein und etwas tun, was Sinn macht – so wären 25 Prozent der Generation 50plus zu entsprechendem Engagement bereit, wenn sich ihnen dafür eine gute Gelegenheit bieten würde. Die Autoren Krüger und Sittler zeigen die unterschiedlichsten Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements auf. Sie stellen spannende Handlungsfelder in den Bereichen Bildung und Arbeitsmarkt, Pflege und Gesundheitssystem sowie politische Partizipation vor: vom Jobpaten über Pflegebegleiter bis hin zum sozialen Netzwerker im eigenen Stadtteil. Darüber hinaus enthält »Wir brauchen euch!« zahlreiche Projektbeschreibungen und Kontaktadressen. Die Autoren Roland Krüger und Loring Sittler sind Leiter des Generali Zukunftsfonds in Köln. Dessen Ziel ist es, ziviles Engagement zu stärken und mehr Menschen dazu zu bewegen, die Initiative zu ergreifen und sich für eine neue Bürgergesellschaft einzusetzen.

Bürgerschaftliches Engagement im Alter, Kohlhammer Verlag, 2011

Frank Schulz-Nieswandt und Ursula Köstler: Bürgerschaftliches Engagement im Alter. Hintergründe, Formen, Umfang und Funktionen

Das Lehrbuch behandelt die verschiedenen Formen des bürgerschaftlichen Engagements im Alter, fragt nach Motiven, Handlungsmustern und Funktionen und nimmt eine Einordnung in den „Dritten Sektor“ vor. Es werden die Grundstrukturen der „Engagementpolitik“ von Bund, Ländern und Kommunen, der Sozialversicherungen und der Stiftungen rekonstruiert. Das Werk behandelt internationale und kulturgeschichtliche Aspekte und geht vertiefend auf die human- und verhaltenswissenschaftlichen Grundlagen ein. 

 

 

Alterung der Gesellschaft, Grin Verlag, 2011

Stefanie Kinast und Björn Behl: Alterung der Gesellschaft. Die gesellschaftliche Rolle alter Menschen: Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt als Perspektive?

Ein Ehrenamt im ursprünglichen Sinn ist ein ehrenvolles und freiwilliges öffentliches Amt, das nicht auf Entgelt ausgerichtet ist. Man leistet es für eine bestimmte Dauer regelmäßig im Rahmen von Vereinigungen, Initiativen oder Institutionen. In einigen Fällen kann man zum Ehrenamt verpflichtet werden. Heute wird „Ehrenamt“ zunehmend gleichbedeutend mit Begriffen wie „Freiwilligenarbeit“ oder „Bürgerschaftliches Engagement“ verwendet. Der Begriff Ehrenamt hat jedoch gegenüber anderen Bezeichnungen Vorzüge. Die ehrenamtliche Tätigkeit ist ehrenvoll, wertet sozial auf, lässt statt monetärer Entgeltung soziale Anerkennung verdienen, was allerdings nicht bei allen ehrenamtlichen Tätigkeiten und Leistungen in der Gesellschaft gleich erfolgt. Die Studienarbeit geht neben der Geschichte des Ehrenamts auch auf die Motive ehrenamtlich Engagierter sowie der Förderung des Ehrenamts in Deutschland und das Bundesmodellprogramm „Erfahrungswissen für Initiativen“ ein.

 

6. PHINEO Themenreport, 2011

Jonathan Przybylski und Franz-Martin Schäfer: Erfahrungssache – Engagement 55+ wirkt! 6. PHINEO Themenreport

Die Erfahrung und das Engagement der Älteren werden dringend gebraucht, um Deutschland fit für die Zukunft zu machen. Mit dem Themenreport "Erfahrungssache - Engagement 55+ wirkt!" warnt PHINEO davor, die Kompetenzen von Älteren untergehen zu lassen. Der Themenreport zeigt, wie der Schatz des Erfahrungswissens 55+ für die Gesellschaft durch bürgerschaftliches Engagement aus der Versenkung geholt werden kann. Dabei spielen Unternehmen eine unerwartet große Rolle als Katalysatoren für das Engagement 55+. Der Report empfiehlt Förderern – ganz praktisch – was sie tun können und was sie beachten sollten, wenn sie in „Engagement 55+“ investieren wollen. PHINEO stellt zudem bundesweit 13 wirkungsvolle „55+“-Projekte vor, welche die Potentiale der Älteren erkennen und zur Entfaltung bringen.

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Erfahren Sie hier, welche Personen, Organisationen und Projekte für den Deutschen Engagementpreis 2014 nominiert sind. Mehr

 

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