Wettbewerb um den Deutschen Engagementpreis

Die sechs Kategorien 2011

Gemeinnütziger Dritter Sektor

Wer berät Menschen, die Schulden haben? Wohin kann man sich wenden, wenn man in diesem Land fremd ist? Was kann die Gesellschaft gemeinsam für den Umweltschutz tun? In Deutschland gibt es zahlreiche Organisationen, die sich gesellschaftlichen Bedarfen widmen. Sie fangen Menschen in schwierigen Lebenslagen auf, bieten Unterstützung an und tragen in hohem Maße dazu bei, die Zukunft konstruktiv zu gestalten. Manche dieser Verbände und Vereine sind eher für den einzelnen Menschen da, andere legen ihren Fokus auf politischen Einfluss oder internationale Vernetzung. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie bereichern das gesellschaftliche Leben, machen auf Schieflagen aufmerksam, garantieren Vielfalt und bieten Möglichkeiten, sich zu engagieren. Vereine, Stiftungen, Projekte und Initiativen aus dem Non-Profit-Bereich, die sich für am Gemeinwohl orientierte Ziele einsetzen, können nominiert werden und in dieser Kategorie am Deutschen Engagementpreis teilnehmen.  

Politik & Verwaltung

Bürgerschaftliches Engagement lebt von der Freiwilligkeit; seine Wurzeln befinden sich nicht im Bereich des staatlichen Sektors. Warum also gibt es beim Deutschen Engagementpreis die Kategorie Politik & Verwaltung? Ganz einfach: Politik und Verwaltung können freiwilliges Engagement fördern und Rahmenbedingungen schaffen, die es Menschen leichter machen, initiativ zu werden und ihr Engagement auch langfristig beizubehalten. Die Bandbreite reicht von der Einrichtung konkreter Angebote über die Regelung finanzieller Rahmenbedingungen für freiwillig Engagierte bis hin zum Einsatz von Gemeinde- oder Stadtverwaltungsmitarbei-tern für gemeinnützige Projekte.  
Städte, die es ihren Bürgern leicht machen, sich für andere einzusetzen; Politiker, denen die Belange freiwillig engagierter Menschen besonders am Herzen liegen – sie alle sind geeignete Kandidaten für den Deutschen Engagementpreis.

Einzelperson

Wer kennt sie nicht: den Nachbarn, der seine ganze Freizeit investiert, um sich für den Tierschutz einzusetzen. Die Arbeitskollegin, die sich um Flüchtlinge in Deutschland kümmert. Der Schüler, der alten Menschen im Pflegeheim Geschichten vorliest, oder die Mutter, die an der Schule ihrer Kinder ein Förderprojekt für benachteiligte Schüler ins Leben gerufen hat.
Das Engagement von Menschen ist meistens eingebunden in Vereine, Organisationen, Projekte oder konkrete Aktionen, und erst das gemeinsame Wirken macht ein einflussreiches Ganzes möglich. Und doch gibt es oftmals gerade die eine Person, ohne die alles nicht zustande gekommen wäre oder die sich besonders einsetzt. Die Nominierung zum Deutschen Engagementpreis bietet eine außergewöhnliche Möglichkeit, seinem „persönlichen Helden“ einmal Danke zu sagen. Freiwillig engagierten Personen aus allen Engagementbereichen können in der Kategorie Einzelperson teilnehmen.

Wirtschaft

„Was hat wirtschaftliches Denken mit freiwilligem Engagement zu tun?“, fragen sich viele Menschen. Zunächst einmal gar nichts. Doch es gibt weltweit und auch in Deutschland immer mehr Unternehmen, die Mittel und Ressourcen für das Gemeinwohl einsetzen. Vom eigenen Erfolg sollen auch andere profitieren – und umgekehrt tut Engagement auch dem Betrieb und den Mitarbeitern gut.
Viele Unternehmen fördern gemeinnützige Projekte finanziell oder durch den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitarbeiter, die sie hierfür z. B. an bestimmten Tagen von der Arbeit freistellen. Teilweise entstehen auch völlig neuartige Initiativen oder langfristige Kooperationen zwischen Wirtschaft und wohltätigen Non-Profit-Organisationen – der Kreativität und Innovation sind keine Grenzen gesetzt. Nominierungen von Unternehmen und Betrieben, die freiwilliges Engagement aktiv betreiben oder fördern, sind in dieser Kategorie herzlich willkommen.

Schwerpunktkategorie 2011: Engagement von Älteren

Anderen Leuten helfen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und aus dem vollen Erfahrungsschatz des eigenen Lebens schöpfen – wer könnte das besser als die "Generation 60plus"? Viele ältere Menschen sind erfahren und gelassen, gleichzeitig aber vital und motiviert, Initiativen zu gründen, Projekte zu entwickeln und sich energisch einzubringen. Zum „alten Eisen“ gehören sie auf jeden Fall noch lange nicht.
Der Deutsche Engagementpreis stellt mit der Schwerpunktsetzung in diesem Jahr das Engagement älterer Menschen in den Mittelpunkt, um dessen Wert und Vorbildcharakter stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Nominiert werden und teilnehmen können engagierte ältere Menschen aus allen Bereichen sowie auch von Senioren getragene Projekte, Initiativen oder Vereine.  

Publikumspreis

Der Publikumspreis: Hier treten Teilnehmer aller anderen Kategorien gegeneinander an und haben die Chance, beim Online-Voting die Mehrheit der Stimmen auf sich zu vereinen. Die Finalisten für den Publikumspreis, ca. 20 Projekte, werden von der Jury des Deutschen Engagementpreises aus den besten Einreichungen aller anderen Kategorien ausgewählt.  
Wenn Tausende Menschen einer Person oder einer Organisation ihre Stimme geben, ist das etwas ganz Besonderes. Folglich ist der Publikumspreis als einzige der sechs Auszeichnungen mit 10.000 Euro dotiert.

Prize categories (English)

Hier finden Sie die Teilnahmebedingungen für den Deutschen Engagementpreis.

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