Ausgezeichnet

Ungehindert Sporttalente fördern und Grenzen überwinden

Mit Freude am Sport setzt der Radebeuler Handballverein e.V. seit zehn Jahren seine erfolgreiche Inklusionsarbeit um. Dafür wurde der Verein diese Woche mit dem Sächsischen Bürgerpreis in der Kategorie "Engagement im Sport für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet. Der Handballverein existiert seit 75 Jahren und stellt die größte Handballsektion in Sachsen. Besonderen Wert legt er auf die Integration möglichst vieler Talente und dies nicht nur in der Nachwuchsförderung. Die Beteiligten stellen dabei klar: "Wir als RHV wollen uns mit einer ganzheitlichen Ausbildungs- und Spielphilosophie sachsenweit als Referenz für qualitativ hochwertigen Handball etablieren. Wir leben und erleben die Begeisterung für unsere Sportart gemeinsam im Verein. " Seit 2007 trainieren sie daher ein Special Olympic Team im Handball und fördern unter dem Motto "Gemeinsam Stark - die Sportorganisationen für Menschen mit geistiger Behinderung" die Inklusion im Sport. Durch Training und Wettbewerbe bietet der Verein Menschen mit Einschränkungen dauerhaft die Möglichkeit, Spaß am Sport zu erfahren und die eigene Begabung zu entdecken. Durch die Teilhabe im Sportverein verhilft der Verein den Athletinnen und Athleten zu mehr Anerkennung und Selbstbewusstsein. Zur aktiven Beteiligung im Vereinsleben zählen darüber hinaus Wahlrechte, Ordnungsdienste, Trainerarbeit sowie die Teilnahme an Vereinsfeiern. Ein besonders wirkungsvoller Teil der Inklusionsarbeit ist das Unified Handballturnier des Vereins. In den Unified Teams trainieren und spielen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen, lernen voneinander und bauen Grenzen und Vorurteile im sportlichen Miteinander ab. Neben dem Radebeuler Handballverein wurden noch fünf weitere Personen und Projekte mit dem Sächsischen Bürgerpreis geehrt, der von der Stiftung Frauenkirche Dresden, dem Freistaat Sachsen und der Kulturstiftung Dresden vergeben wird:

  • Simone Bohne, eine Pflegemutter aus Colditz seit 1986, erhielt den ersten Platz in der Kategorie "gesellschaftlich-soziales Engagement".
  • Die Kirchgemeinde Markkleeberg wurde für die Errichtung eines kulturell-geistigen Begegnungsorts aus der Kirchenruine Zöbigker in der Kategorie "kulturell-geistliches Engagement" ausgezeichnet.
  • In der Kategorie "Engagement in der Schule für Demokratie und Toleranz" siegte die AG Spurensuche der Rudolf-Hildebrand-Schule Markkleeberg mit ihrem Projekt zur Aufarbeitung von Opfern aus der NS-Zeit.
  • Der Preis in der Kategorie "Engagement in der Hilfe für Flüchtlinge" wurde geteilt von dem Verein Mosaika e.V, der sich für Menschen mit Migrationshintergrund einsetzt, und Petra Hering, die im Herbst 2015 die AG Flüchtlingshilfe gründet hatte.

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