Ausgezeichnet

Trotz Rollstuhl an die Kletterwand

Menschen mit körperlicher und geistiger Beeinträchtigung sind oft in ihrem Tätigkeitssprektrum eingeschränkt. An Aktionen wie Wandern oder Klettern ist für viele von ihnen nicht zu denken, insbesondere wenn sie ihren Alltag im Rollstuhl verbringen müssen. Die inklusive Handicap-Klettergruppe „Die GäMSen“ tritt dem entgegen: Der Verein besteht aus Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, die zusammen klettern, sich Halt geben und ein neues Gemeinschaftsgefühl entwickeln. Für ihr inklusives Konzept wurde der Verein im Januar mit dem „Großen Stern des Sports“ des Deutschen Olympischen Sportbunds ausgezeichnet.

Die Sektion Wuppertal des Deutschen Alpenvereins (DAV) gründete „Die GäMSen“ ursprünglich als Kletterverein für MS-Erkranke. Mittlerweile kommen Menschen mit verschiedenen körperlichen und geistigen Einschränkungen in die Halle zum gemeinsamen Klettern. Dabei können die Erkrankten für ein paar Stunden ihrem Alltag entkommen, sich entspannen und ein neues Bewegungsgefühl erlangen - die herausfordernden sportlichen Erlebnisse steigern zudem das Selbstbewusstsein und es entsteht ein starkes Gemeinschaftsgefühl zwischen den Teilnehmenden. Anfangs kletterten sie vor allem in der Kletterhalle, stets gesichert durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Heute gehören jährliche Fahrten in die Berge ebenfalls fest zum Vereinsprogramm.

Bei der Preisverleihung am 24. Januar betonte  DOSB-Präsident Alfons Hörmann: „Besser kann man Inklusion nicht leben: Menschen mit und ohne Behinderung klettern gemeinsam, sichern sich gegenseitig, verlassen sich aufeinander“. Am 24. Januar erhielten die Vereinsvertreterinnen und -vertreter für ihre Initiative in Berlin aus den Händen des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier den „Großen Stern des Sports“ in Gold 2017. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde 2004 vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den deutschen Volksbanken Raiffeisenbanken ins Leben gerufen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergab den Preis zusammen mit dem DOSB-Präsidenten Alfons Hörmann und Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

 

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