Recherche, Dokumentation und Analyse von rechtsradikalen Strukturen – das hat sich das Projekt “Allgäu rechtsaußen” auf die Fahne geschrieben. Dazu setzt es insbesondere auf eigene Recherchen und ein umfangreiches Webarchiv zur örtlichen Szene. Das Projekt begleitet und dokumentiert rechtsradikale Aufmärsche und Veranstaltungen, wertet relevante Polizei- und Presseberichte aus und sammelt diese. Außerdem werden Behörden sowie Zeuginnen und Zeugen befragt.  

Teils mehrmals täglich berichtet “Allgäu rechtsaußen” auf seiner Website über die rechtsradikale Szene der Region und bietet Hintergrundwissen. Entwicklungen werden erfasst und das Geschehen eingeordnet. Diese aufwändigen Recherchen lassen tief in die rechten Strukturen des Allgäus blicken, die ihre Wurzeln teils in verbotenen Neonazi-Gruppierungen der 1990er Jahre haben, wie das Projekt belegen konnte.  

Das erworbene Wissen wird auch etwa über Interviews, eigene Publikationen in anderen Medien, Bücher, Vorträge, Ausstellungen und einen monatlichen Livestream verbreitet. Und auch im Austausch mit Parlamentsangehörigen wird die Information über die rechte Szene in der Region eingebracht. Damit nimmt “Allgäu rechtsaußen” Einfluss auf die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit. So kann konkretes Engagement gegen Rechts in Gang gebracht werden. Akteurinnen und Akteur werden vernetzt und politische Prozesse angestoßen. 

“Allgäu rechtsaußen” wurde mit dem Förderpreis für interkulturellen Dialog der Pill Mayer Stiftung ausgezeichnet und war für den Deutschen Engagementpreis 2021 nominiert. Beim Publikumspreis konnte das Projekt mit 977 Stimmen sogar den 23. Platz belegen. 

 

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