Ausgezeichnet

Igel in Not

Die Igelhilfe Radebeul e. V. kümmert sich um verletzte, erkrankte oder untergewichtige Igel. Der Verein ist ein Teil der Arbeitsgruppe “Wildtiere in Not” beim NABU Dresden und Umgebung und wurde von Cornelia Schicke im April 2016 gegründet. Die Igel werden intensiv betreut und, wenn nötig, medizinisch versorgt. Tausend Igel wurden im Jahr 2020 vom Verein aufgenommen. Das Einzugsgebiet reicht inzwischen vom Erzgebirge bis nach Brandenburg.  

Der gemeinnützige Verein wird von ehrenamtlichen Mitarbeitenden betrieben und durch Spenden finanziert. 20 Ehrenamtliche betreuen 365 Tage im Jahr neben ihrer Erwerbstätigkeit die Intensivstation und die Außenanlagen in Radebeul. Circa 50 externe Pflegestellen unterstützen den Igelhilfe Radebeul e. V. durch Betreuungsplätze zu Hause.  

Das oberste Ziel des Vereins ist es, die Igel nach Genesung oder dem Winterschlaf wieder in der Natur auszuwildern. Zwischen Intensivpflege und Auswilderung benötigen die Tiere eine gewisse Zeit, um sich wieder an ihre natürliche Umgebung anpassen zu können. Das Verein nennt das Vorauswilderung: Am Tage zu schlafen und in der Nacht Insekten zu jagen, mit Regen, Wind, Hitze, Kälte und streitbaren Artgenossen umzugehen sind Fähigkeiten, die für das Überleben in der Natur existentiell wichtig und vorher in den Außenanlagen zu erlernen sind. Bis zum Herbst sollen möglichst viele Igel zurück in die Natur gebracht werden, doch immer mehr, besonders spät geborene Jungtiere, müssen den Winter in Gehegen und Winterschlafställen verbringen. 

Der Verein wurde im Rahmen des Dresdner Agenda 21 Wettbewerbs ausgezeichnet und war für den Deutschen Engagementpreis 2021 nominiert. Beim Publikumspreis konnte er mit 1451 Stimmen sogar den 14. Platz belegen. 

  

 

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