Sea-Watch leistet durch zivile Seenotrettung von Flüchtenden einen wichtigen Beitrag zur Wahrung der Menschenrechte. Dafür gewann die Initiative 2019 den Smart Hero Award und war 2020 für den Deutschen Engagementpreis nominiert. 

Da im Sommer 2015 immer mehr Menschen auf der Flucht vor Krieg, Hungersnöten und schlimmen Lebensbedingungen im Mittelmeer in Seenot gerieten, gründete sich der Verein Sea-Watch e. V. als erste deutsche zivile Seenotrettungsorganisation. Mit seinen zwei Rettungsschiffen sowie zwei Aufklärungsflugzeugen war Sea-Watch bisher bereits an der Rettung von über 37.000 Menschenleben beteiligt. Der Verein ist politisch und religiös unabhängig und finanziert sich durch Spenden. Für den Verein ist Seenotrettung eine humanitäre Pflicht und er versucht durch seinen Einsatz den Mangel an (staatlichen) Rettungskräften auszugleichen. Denn für die Menschen hinter der Initiative ist eines klar: Sie wollen in einem Europa leben, in dem das Recht auf Leben und Asyl für alle gilt. Sie setzen sich für legale Fluchtwege sowie ein solidarisches Europa ein. 

Einen weiteren wichtigen Aspekt ihrer Arbeit sieht die Initiative in der Dokumentation von Menschenrechtsverletzungen. Von Wasser und aus der Luft sammeln und publizieren die Aktivistinnen und Aktivisten Beweise von Menschenrechtsverletzungen und Verstößen gegen bestehende internationale Gesetze. Über diese, als auch über laufende Rettungseinsätze, berichten sie medienwirksam, damit Menschen auf der Flucht nicht in Vergessenheit geraten und der Erhalt von Menschenrechten auch auf See besteht. Dies geschieht sowohl online als auch offline durch Vorträge auf hunderten Veranstaltungen jährlich, durch internationale Pressearbeit und über Social Media. 

Außerdem sieht Sea-Watch es als Teil seiner Mission, ähnliche Projekte und Initiativen zu ermutigen. Inspiriert von seinem Einsatz in ziviler Seenotrettung folgten weitere Organisationen diesem Vorbild. Dabei unterstützte Sea-Watch sie in unterschiedlichem Ausmaß und teilte Erfahrungen, Ressourcen und finanzielle Mittel. So entstanden unter anderem Jugend Rettet, Mission Lifeline, Mediterranea und politische Bewegungen wie die Seebrücke.  

Für ihren Einsatz für die Menschenrechte und ihre unermüdliche Öffentlichkeitsarbeit gewann Sea-Watch 2019 den Smart Hero Award in der Rubrik „Demokratie stärken“. Der Award wird einmal im Jahr von der Stiftung Digitale Chancen und Facebook ausgerichtet und zeichnet Projekte aus, die ihr soziales Engagement in und mit Social Media umsetzen. Außerdem war Sea-Watch 2020 für den Deutschen Engagementpreis nominiert.  

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