Jury

Die Jury des Deutschen Engagementpreises

Die renommierte Fachjury des Deutschen Engagementpreises ist besetzt mit Vertreterinnen und Vertretern des Bündnisses für Gemeinnützigkeit und der fördernden Institutionen, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie weiteren hochkarätigen Expertinnen und Experten des Dritten Sektors.

Sie tritt jährlich im Herbst zusammen. Mit ihren verschiedenen Perspektiven und fachlichen Kompetenzen entscheiden die Mitglieder auf der Basis vorab definierter Kriterien über die Nominierungsunterlagen. Dabei geht es zum Beispiel um den überzeugendesten Ansatz, den Bedarf, die Vorbildwirkung und die Transparenz.

Die Jury prüft die Einreichungen sorgfältig und entscheidet sich für Preisträgerinnen und Preisträger in den fünf Kategorien Chancen schaffen, Leben bewahren, Grenzen überwinden, Generationen verbinden und Demokratie stärken.

Juliane Seifert (Vorsitzende der Jury)

Seit 2018 ist Juliane Seifert Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zuvor war sie Bundesgeschäftsführerin der SPD und davor in leitender Funktion in der Staatskanzlei des Landes Rheinland-Pfalz tätig. Als Staatssekretärin ist sie u.a. für die Engagementpolitik der Bundesregierung zuständig, die laut Koalitionsvertrag herausgehoben in der Bundesregierung verankert und durch konkrete Maßnahmen unterstützt und gestärkt werden soll. Juliane Seifert setzt sich dafür ein, dass Anerkennung und Wertschätzung für bürgerschaftliches Engagement gefördert und ausgebaut werden.

Corinna Bonati

Corinna Bonati hat die Deutsche Bahn Stiftung seit ihrer Gründung 2013 maßgeblich mit aufgebaut und leitet die Berliner Geschäftsstelle. In ihrer Funktion als Prokuristin verantwortet sie sämtliche Geschäftsprozesse. Die Deutsche Bahn engagiert sich nachhaltig in vielen gesellschaftlichen und sozialen Projekten und hat die Deutsche Bahn Stiftung gegründet, um ihrer gesellschaftlichen Verantwortung noch wirksamer nachzukommen. Die Deutsche Bahn Stiftung verbindet Eisenbahngeschichte mit Weichenstellungen für die Zukunft. Sie betreibt das DB Museum, setzt sich für die Integration von Menschen am Rande der Gesellschaft ein und fördert ehrenamtliches Engagement.

Birgit Bursee

Birgit Bursee hat 2005 die Freiwilligenagentur in Magdeburg aufgebaut, die sie seitdem leitet. Davor war sie viele Jahre in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung und im Bereich Jugendengagement tätig. Seit 2009 setzt sie sich im bagfa-Vorstand bundesweit für den Ausbau engagementfördernder Strukturen und Angebote ein. Als Referentin bei Fortbildungen und Fachtagen trägt sie zur Qualitätsentwicklung in Freiwilligenagenturen und Engagementzentren bei. Birgit Bursee ist es ein besonderes Anliegen, dass bürgerschaftliches Engagement nicht zum Stopfen staatlicher Lücken instrumentalisiert, sondern als Wert an sich, als Element für Teilhabe und Mitgestaltung wahrgenommen und anerkannt wird.

Meral El

Meral El ist Geschäftsführerin der ndo, dem größten postmigrantischen Netzwerk von ca. 130 Organisationen, Verbänden und Initiativen in Deutschland. Seit vielen Jahren forscht und arbeitet sie im Bereich Stiftungen, Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu den Themen Rassismus, Teilhabe und Antidiskriminierungspolitik. U.a. hat sie 2017 gemeinsam mit Karim Fereidooni den Sammelband „Rassismuskritik und Widerstandsformen“ im Springer Verlag Sozialwissenschaften herausgegeben.

Alexander Hoffmann

Alexander Hoffmann vertritt seit 2013 als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter die Belange der Bürgerinnen und Bürger aus seinem Wahlkreis Main-Spessart und Miltenberg (Unterfranken). Seit Juni 2018 ist der CSU-Parlamentarier der Vorsitzende des Unterausschusses "Bürgerschaftliches Engagement". Hoffmann ist über das Ehrenamt in die Politik gekommen und nach wie vor in gleich mehreren Vereinen aktiv. Der 43-jährige Jurist ist Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und hat sich dort u.a. mit der Verschärfung des Sexualstrafrechts und dem Kampf gegen Kinderpornographie einen Namen gemacht.

Christian Kipper

Christian Kipper ist Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie, die für ein solidarisches Miteinander in Deutschland steht. Aus den Zweckerträgen des Losverkaufs werden über die zugehörige Stiftung Deutsches Hilfswerk soziale Projekte in ganz Deutschland gefördert. Allein im Jahr 2019 unterstützte Deutschlands traditionsreichste Soziallotterie 368 Projekte gemeinnütziger Organisationen mit rund 47,5 Millionen Euro. Die geförderten Projekte sollen dabei zeitgemäß sein und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen begegnen. Dank der Mitspielerinnen und Mitspieler erzielte die Deutsche Fernsehlotterie von 1956 bis heute einen karitativen Zweckertrag von über 2 Milliarden Euro.

Abraham Lehrer

Abraham Lehrer ist Präsident der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST). Die ZWST ist die Dachorganisation der jüdischen Wohlfahrtspflege für 17 Landesverbände und 6 selbstständige Gemeinden mit insgesamt 103 jüdischen Gemeinden und dem Jüdischen Frauenbund. Seit 1990 hat sich die Struktur der ZWST vergrößert und personell verstärkt, um den durch die Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion hervorgerufenen Veränderungen gerecht zu werden.

Katarina Peranić

Katarina Peranić ist seit Juli 2020 Vorständin der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Die zertifizierte Stiftungsmanagerin (DSA) hat Politikwissenschaft in Marburg und Berlin studiert. Seit mehr als zehn Jahren begleitet sie Projekte in Zivilgesellschaft und Politik an der digital-sozialen Schnittstelle von der Idee bis zur Umsetzung. Die Unterstützung engagierter Bürger:innen bei der Vernetzung, dem Wissenstransfer und der Digitalisierung sind Kernthemen der Arbeit von Katarina Peranić.

Ralph Spiegler

Ralph Spiegler, geboren 1961, studierte Rechtwissenschaften an den Universitäten des Saarlandes und Mainz. Sein zweites Juristisches Staatsexamen bestand Spiegler 1991. Nach kurzer Tätigkeit als Staatsanwalt war er von 1991 bis 1994 als Landesbeamter bei der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz und bei der Kreisverwaltung Bad Kreuznach als Leitender Staatlicher Beamter tätig. 1994 wurde er erstmals in einer Direktwahl zum hauptamtlichen Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm (Rheinhessen) gewählt und bekleidet seitdem dieses Amt. Zudem ist Spiegler seit 2012 alternierender Landesvorsitzender des GStB Rheinland-Pfalz und seit Juli 2020 Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Burkhard Wilke

Burkhard Wilke ist Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), das seit mehr als 100 Jahren Informationen für Haupt- und Ehrenamtliche zur Verfügung stellt, die sich in der Sozialen Arbeit, Sozialpädagogik und Wohlfahrtspflege engagieren. Zudem bewertet die Spenderberatung des DZI Hilfsorganisationen, geht Beschwerden nach, erarbeitet vielfältige Spenden-Tipps und leistet so praktischen Verbraucherschutz für Spenderinnen und Spender. Burkhard Wilke vertritt das DZI im Beirat des Bündnisses für Gemeinnützigkeit.

 

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