Ausgezeichnet

Einsatz mit Herzblut

Bescheidenheit zeichne Gerd Jungmann aus, der sich seit vielen Jahren auf verschiedene Weise für krebskranke Kinder engagiert. Ihm sei vor allem „wichtig, dass die Dinge funktionieren und dass Menschen etwas glücklicher werden“, so Laudator Dr. Jürgen Holtkamp beim Neujahrsempfang der Stadt Dülmen. Der 75-jährige Jungmann wurde für sein beispielhaftes Engagement nun mit dem Dülmener Ehrenamtspreis in der Kategorie Einzelpreisträger ausgezeichnet.
Seine Radtouren unter dem Motto „Touren der Hoffnung“ sind bereits eine Dülmener Institution – mit ihnen sammelt Jungmann Geld für krebskranke Kinder und ihre Familien. Er organisiert zahlreiche Projekte und Benefiz-Veranstaltungen, insbesondere für die Elterninitiative krebskranker Kinder an der Vestischen Kinderklinik e. V., aber auch Laufveranstaltungen gemeinsam mit Dülmener Schulen. Bereits 20.000 Euro konnten so seit 2013 in Ausflüge, Sommerfeste und Besuche von Klinik-Clowns investiert werden.

Das erklärte Ziel der Ambulanten Hospizbewegung e. V. Dülmen ist es, Schwerstkranke und Sterbende liebevoll und wertschätzend auf ihrem „letzten Weg“ zu begleiten. Für ihren Einsatz wurden die Engagierten mit dem Dülmener Ehrenamtspreis in der Kategorie Gruppenpreis ausgezeichnet. Bereits seit 1998 besteht der Verein, bei dem 38 Ehrenamtliche Sterbe- und Trauerbegleitung für Erwachsene, Kinder und Jugendliche leisten.
„Sie hören zu und schweigen, nehmen seelischen Schmerz ernst und halten ihn mit den Angehörigen aus. Sie lesen vor, beten und singen gemeinsam mit den beteiligten und betroffenen Menschen. Hierfür verwenden sie einen großen Teil ihrer Freizeit“, erläuterte Laudator Hubert Deipenbrock. Aber nicht nur mit den Sterbenden selbst treten die Engagierten in Kontakt, auch trauernden Angehörigen wird Trost und Beistand in Form eines „Trauercafés“ gespendet. Mit dem Projekt „Hospiz macht Schule“ gehen sie darüber hinaus in Dülmener Grundschulen und nehmen Kindern so die Berührungsängste mit dem Thema Tod und Sterben. Ihre Kraft ziehen sie dabei aus den Begegnungen selbst, wie Christel Büscher erklärt, als sie die Auszeichnung entgegen nimmt: „Bei unserer Arbeit bekommen wir ganz viel zurück. Das tut gut. Auch über die öffentliche Anerkennung freuen wir uns."

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Tarik Gündogdu ist nicht nur Obmann der Schiedsrichter und Teil des Vorstandes beim Sportverein DJK Adler Buldern in Dülmen, ganz besonders hat er sich die Arbeit mit geflüchteten Menschen auf die Fahne geschrieben. Für sein umfassendes Engagement erhielt er nun den Dülmener Ehrenamtspreis in der Kategorie Nachwuchspreis. Die soziale Teilhabe von geflüchteten Menschen liegt Gündogdu am Herzen. Er gründete unter anderem eine interkulturelle Fußballmannschaft und organisiert Feste und Ausflüge, um die Kontakte zwischen ihnen und Dülmenern zu fördern. Und auch in der Flüchtlingsinitiative Buldern ist er aktiv. „Durch sein ehrenamtliches Engagement sensibilisiert Gündogdu die Dülmener Bürgerinnen und Bürger für die Belange der Menschen, die vor Terror und Krieg geflüchtet sind“, betonte Dr. Martin Olbrich in seiner Laudatio.

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