Ausgezeichnet

netzwerk.preis für ehrenamtliches Engagement

Am vergangenen Freitag, den 03. Februar 2017, wurde Julia Lohfink für ihr Engagement in der Flüchtlingsarbeit mit dem netzwerk.preis für ehrenamtliches Engagement des kuwi netzwerks international e. V. ausgezeichnet. Zusammen mit vier weiteren Studierenden entwickelte sie die App BETO. BETO steht für "Better Together" und verbindet Geflüchtete mit Engagierten und Organisationen. Die Idee und Umsetzung ist besonders bemerkenswert, da das Entwicklungsteam das Vernetzungsproblem zwischen Geflüchteten und Helfenden erkannte und durch ihre APP einen Lösungsweg schuf. Dies sah die Jury des kuwi netzwerks ähnlich und würdigt die innovative Umsetzung dieser praktikablen Idee. Zudem wurde Julia Lohfink mit der Übergabe des Preises auch für den Deutschen Engagementpreis nominiert.

Die Idee hinter BETO

Ursprünglich wurde BETO für eine bessere Koordination der Flüchtlingshilfe konzipiert, hat sich aber in der Zwischenzeit zu einer Plattform entwickelte, über die sich jeder vernetzen und die eigene Expertise, Zeit oder gemeinsame Freizeitaktivitäten anbieten kann. Dabei verfolgen die Macherinnen und Macher von BETO das Ziel, dass Kommunikation zwischen Geflüchteten, Helfenden und Organisationen spontan, direkt, unverbindlich und auf lokaler Ebene ablaufen kann. Durch die App werden zwischenmenschliches Engagement und gesellschaftliche Prozesse wie Integration zeitgemäß und flexibel unterstützt.

Die Idee für die App kam Julia Lohfink zusammen mit Constanze Seibel im Herbst 2015, als sie begannen sich mit dem Eintreffen von Tausenden Geflüchteten in Passau ehrenamtlich zu engagieren. Nicht nur fehlte ein Tool für die Koordination und Vernetzung zwischen Geflüchteten, Helfenden und Organisationen, sondern die beiden Studentinnen erkannten auch, dass das Smartphone für die Geflüchteten eine wichtige Informationsquelle darstellte. Mit BETO bieten sie eine gut zugängliche Möglichkeit, um schnell und einfach Ansprechpartnerinnen und -partner, Hilfe und soziale Kontakte zu finden. Dadurch werden das Ankommen und die Integration von geflüchteten Menschen in Deutschland erleichtert.

Simple und effiziente Anwendung

Die Hauptfunktion der App besteht darin, Suchanfragen zu erstellen, zum Beispiel nach Unterstützung im Alltag, nach Hilfe beim Deutschlernen oder nach gemeinsamen Freizeitaktivitäten. Aber auch Leistungen wie Übersetzung, Sprachunterricht oder Sachspenden können über BETO angeboten werden. Zudem haben Organisationen die Möglichkeit, Veranstaltungen zu erstellen und zu beschreiben. Wichtig war den Entwicklerinnen und Entwickler, dass die Nutzerinnen und Nutzer den Status jeder Zeit ändern können, sodass auch Geflüchtete ihre Unterstützung anbieten können. Denn hinter dem Konzept steckt der Grundgedanke, dass Integration nur durch ein gemeinsames Miteinander und auf Augenhöhe gelingen kann.

Darüber hinaus ist die App kostenfrei und passt sich der Spracheinstellung des Handys an. Die laufenden Kosten werden zwar gedeckt, aber das fünf-köpfige Team von BETO arbeitet auf ehrenamtlicher Basis an der Instandhaltung und Weiterentwicklung. Demnächst soll es auch eine Web-Anwendung geben.

 

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Foto: kuwi netzwerk