Ausgezeichnet

„Sterne des Sports“ 2016 verliehen

Seit 2004 würdigen der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. Sportvereine für ihr beispielhaftes gesellschaftliches Engagement mit der Auszeichnung "Sterne des Sports". Auch in diesem Jahr fand am 23. Januar 2017 eine feierliche Preisverleihung in Berlin in Anwesenheit des Bundespräsidenten Joachim Gauck statt, um die Initiativen und das herausragende Engagement von 16 Sportvereinen hervorzuheben.

"Großer Stern des Sports" in Gold 2016 für Eintracht Hildesheim von 1861 e. V.

Mit dem ersten Platz und dem damit verbundenen Preisgeld von 10.000 Euro wurde die Eintracht Hildesheim von 1861 e.V. aus Niedersachsen für ihre Zusammenarbeit mit Ganztagsschulen ausgezeichnet. Ziel dieser Initiative ist es, Grundschulkinder für Sport zu begeistern und damit einen Ausgleich zum vielen Sitzen in der Schule zu schaffen. Seit fünf Jahren bietet die Eintracht Hildesheim verschiedene Sport-AGs in Grundschulen an. Neben klassischen Sportarten wie Fußball können die Schülerinnen und Schüler auch Trendsportarten wie Tricking und Parkour ausprobieren. Mittlerweile führt der Verein sein Programm mit mehr als 1.300 Kindern in der Woche an zehn Schulen durch. Damit ist er für rund die Hälfte des Ganztagsprogramms an Hildesheimer Grundschulen verantwortlich. Zudem ist der Verein auch über die AG-Arbeit hinaus engagiert und organisiert Lauftreffs vor dem Unterrichtsbeginn oder hilft bei der Ausgabe des Mittagessens.

Platz 2 und "Stern des Sports" in Gold 2016: VSG Darmstadt 1949 e. V.

Die integrative Tauchgruppe "Die Wasserflöhe" vom Verein für Sport und Gesundheit Darmstadt 1949 e. V. konnten sich über den zweiten Platz freuen, der mit 7.500 Euro dotiert ist. Die Gruppe setzt sich dafür ein, Menschen mit geistigen Behinderungen das Sporttauchen zu ermöglichen. Mit der Unterstützung von ehrenamtlichen Sporttaucherinnen und -tauchern mit einer speziellen Ausbildung lernen die Wasserflöhe den richtigen Umgang mit der Tauchausrüstung, und was sie bei Tauchgängen beachten müssen. Im Vordergrund stehen die Freude am Tauchen und die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Denn der Verein betont, dass "im Wasser nicht der Stärkste, sondern der Schwächste der Maßstab sei. Dies muss bei dieser Sportart nicht immer ein Mensch mit Behinderung sein."

Platz 3 und "Stern des Sports" in Gold 2016: Mainzer Schwimmverein 1901 e. V.

Der dritte Platz ging an den Mainzer Schwimmverein 1901 e. V. für dessen Betrieb des öffentlichen Hallen- und Freibads in Mainz-Mombach. Der Verein übernahm 2005 das Bad, als dieses wegen den leeren Kassen vor dem Aus stand und ihm somit ein Ort für ihr Training fehlte. Seitdem betreibt der Mainzer Schwimmverein das öffentliche Schwimmbad erfolgreich, hat die Technik auf den neusten Stand gebracht und sich um einen barrierefreien Umbau gekümmert. Auch bieten er zahlreiche Programme an wie zum Beispiel den Kurs "Aqua Fitness für Schwangere".

Publikumspreis

Zudem wurde zum zweiten Mal der Publikumspreis für Vereine mit besonders innovativen Ideen vergeben. Sieger in dieser Kategorie sind die Radsportlerinnen und -sportler vom SG Callenberg e. V. Über fünf Jahre haben sich vor allem die Jugendlichen der Gruppe für den Bau des "Village Bike und Skateparks" eingesetzt, indem sie Infoveranstaltungen organisierten, Politikerinnen und Politiker für ihr Projekt begeisterten und Unterschriften sammelten. Inzwischen können sie in Callenberg eine Bandbreite an Sportmöglichkeiten wie Mountainbike, BMX und Skateboard anbieten.

 

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Foto: Stephanie Pilick, Marco Urban, Adam Berry, Robert Schlesinger