Gastbeitrag

10 Jahre "Woche des bürgerschaftlichen Engagements"

PD Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und Dieter Rehwinkel, Projektleiter der Woche des bürgerschaftlichen Engagements

Foto: BBE

Kurz vor Beendigung der Aufbauphase des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement wurde entschieden, dass das BBE unbedingt ein öffentlichkeitsstarkes Anerkennungsformat für das Engagement in seiner bunten Vielfalt entwickeln müsse. Das haben wir dann auch getan - und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat die von uns vorgestellten Ideen aufgegriffen. So kam es vor genau 10 Jahren zur ersten Aktionswoche des BBE.

Von Anfang an war übrigens der jeweils amtierende Bundespräsident Schirmherr der Kampagne, die sich in den 10 Jahren weiterentwickelt hat. Das ZDF wurde als Gründungsmitglied des BBE auch zentraler Medienpartner. Heute sind mit dem Bundesverband Deutscher Anzeigenblätter (BVDA), den Bürgermedien und der Jugendpresse weitere Medienpartner dazu gekommen.

Damals wie heute eröffnen wir die Aktionswoche mit einer prominenten Auftaktveranstaltung in Berlin und begleiten sie medial. Als wir mit unserer Kampagne gestartet sind, haben wir mit bundesweit verbreiteten Plakaten und einer Menge Giveaways für die Aktionen vor Ort geworben. Als die finanzielle Ausstattung die Herstellung dieser Medien nicht mehr erlaubte, haben wir 2011 das Konzept grundlegend überarbeitet. Der Auftakt sowie die Ansprache der ganzen Breite des Engagements sind dabei erhalten geblieben. Jedoch haben wir auch neue Kampagnenelemente eingeführt, wie ein zweimal im Jahr erscheinendes, fachlich-diskursives Magazin "enagement macht stark!". Inhaltlich greift es auf ein ebenfalls neu eingeführtes Element zurück: das Konzept von jeweils drei "Thementagen". So ist etwa der Generali Zukunftsfonds Themenpartner beim Thementag "Demografischer Wandel", oder die Aktion Mensch e.V. beim Thementag "Inklusion". Für 2015 ist bereits eine enge Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie dem Verein Engagement Global zu grenzüberschreitendem Engagement ins Auge gefasst. Das Interesse an solchen Netzwerkpartnerschaften wächst erkennbar.

Was uns besonders freut, ist die stetig wachsende Zahl der an der "Woche des bürgerschaftlichen Engagements" beteiligten Akteure und Aktionen in Dörfern und Städten, in allen Formaten und Themen. Heute sind es über 2.800 Mitmachaktionen aller Art, die die Kampagne zur größten Engagementkampagne der Republik machen. Durch das Festhalten an einem weitgehend stabilen Zeitraum im Spätsommer sind auch noch Outdoor-Aktivitäten möglich, die ja immer vom Wetter abhängen. Viele Akteure aus der großen Engagementszene haben den Termin mittlerweile fest im Kalender. Die Aktionswoche bietet ihnen die Möglichkeit, ihr Engagement öffentlich zu zeigen – alle Aktionen kommen im "Engagementkalender" auf unserer Webseite zusammen – und schafft somit eine gute Medienresonanz.

Die absehbare weitere Entwicklung betrifft den stärkeren Einsatz der Social Media und die Umsetzung von Formaten des "grassroot campaigning", d. h. die thematisch und regional differenzierte Ansprache von Zielgruppen. Zudem würden wir gerne die Fachformate fortentwickeln, die die Thementage der Kampagne begleiten und vertiefen, z. B. durch Fortbildungsangebote (etwa für Journalisten) ergänzen. Es gibt aber noch deutlich mehr Potenzial!

PD Dr. Ansgar Klein, Geschäftsführer Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement und Dieter Rehwinkel, Projektleiter der Woche des bürgerschaftlichen Engagements

www.engagement-macht-stark.de