Leseempfehlungen

Publikationen

Hier haben wir für Sie eine Auswahl interessanter Publikationen zusammengestellt, die sich auf unterschiedliche Weise mit freiwilligem Engagement befassen – für Sie zum Lesen oder zum Verschenken.

2016

Pflege, Engagement und Qualifizierung. Ein Handbuch für Dozentinnen und Dozenten

Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge (Hrsg.), 2016

Das Handbuch "PEQ - Pflege, Engagement und Qualifizierung" beschreibt das Aufgaben- und Kompetenzprofil von Ehrenamtlichen im Umfeld von Pflege, bietet ein modulares Curriculum für praxisrelevante Schulungen und gibt Tipps für die Begleitung von Ehrenamtlichen vor Ort. Auf ansprechend gestalteten Seiten wird kompakt und anhand von Schulungsbeispielen beschrieben, welche Handlungsfelder für Engagierte im Umfeld von Pflege in Betracht kommen und wie Schulungsthemen, wie zum Beispiel "Kommunikation", "Recht und Regeln", "Begleitung" oder "Angehörige und Bezugspersonen" konkret umgesetzt werden können.

Freiwillige Arbeit in gemeinnützigen Vereinen: Eine vergleichende Studie von Wohlfahrts- und Migrantenorganisationen

Jennifer Klöckner, Springer VS, 2016

Jennifer Klöckner untersucht Dienstleistungen von Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und von türkisch-islamischen Vereinen sowie die Motive ihrer freiwilligen MitarbeiterInnen. Mit Hilfe von Expertengesprächen von Verbandsvertretern sowie einer standardisierten Befragung von freiwilligen und hauptamtlichen MitarbeiterInnen analysiert die Autorin Beweggründe der Akteure. Der interdisziplinäre theoretische Ansatz der Studie integriert sozialpsychologische Ansätze im Rahmen der Motiverforschung, soziologische Theorien zur Erklärung des Einflusses individueller soziodemographischer Eigenschaften der Freiwilligen und ihres Netzwerks auf die Motive und freiwillige Arbeit in verschiedenen Organisationen sowie ökonomische Theorien zur Erklärung des Einflusses von Anreizen der Organisationen auf die Motive freiwilliger Arbeit.

Das Ehrenamt nutzen. Zur Entstehung einer staatlichen Engagementpolitik in Deutschland

Daniela Neumann, transcript, 2016

Seit der Jahrtausendwende gibt es auf der bundespolitischen Ebene in Deutschland ein eigens auf die Engagementförderung fokussiertes Politikfeld. Wie kam es dazu? Wer hat diesen Prozess forciert?Diesen Fragen geht Daniela Neumann durch eine Verknüpfung von Diskurs-, Hegemonie- und Gouvernementalitätstheorie auf den Grund. Anhand der Analyse politisch-medialer Diskurse legt sie den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Freiwilligenarbeit seit den 1980er Jahren offen und beleuchtet die Deutungs- und Institutionalisierungskämpfe zwischen verschiedenen Interessengruppen. Es zeigt sich: Die Herausbildung einer staatlichen Engagementpolitik war keinesfalls zwangsläufig.

2015

Ehrenamt und freiwilliges Engagement im Sport

Deutscher Olympischer Sportbund (Hrsg.), 2015

Diese Broschüre soll dazu beitragen, die Bedeutung der unzähligen freiwilligen Leistungen im Sport sichtbar zu machen sowie einen Einblick in die vielfältigen Leistungen der Engagierten und neue Impulse für Engagementförderung zu geben. Verantwortliche aus Sport, Politik und Wirtschaft sollen motiviert werden, sich weiterhin für die Ehrenamtsförderung im organisierten Sport einzusetzen und Menschen für die spannenden Aufgaben und Herausforderungen im Vereinssport zu begeistern.

Zum Download

Ehrenamt verstehen: Eine handlungstheoretische Analyse

Bettina Hollstein, Campus Verlag, 2015

Wer das Ehrenamt fördern will, muss es verstehen. Dieses Buch liefert eine fundierte Analyse des Ehrenamts, der Motive, die ehrenamtliches Handeln antreiben, und der Situationen, in denen es entsteht. Dabei werden gängige Vorurteile über das Ehrenamt aufgedeckt und anhand von empirischen und theoretischen Argumenten entkräftet. Mithilfe der neopragmatistischen Handlungstheorie von Hans Joas zeigt die Autorin die Kontingenz, die Körperlichkeit und die Sozialität des Handelns im Ehrenamt auf. Schließlich entwickelt sie Vorschläge zur Förderung des Ehrenamts für Staat, Wirtschaft und Non- Profit-Organisationen auf der Basis eines wirtschafts- und sozialethischen Konzepts.

Helden gesucht: Projektmanagement im Ehrenamt

Michael T. Wurster, Prinzessin Maria von Sachsen-Altenburg, Springer Gabler, 2015

Mit Illustrationen von Werner Tiki Küstenmacher

In Helden gesucht zeigen die beiden Autoren, mit welchen Methoden man Projekte im Ehrenamt erfolgreich leitet und wie gewöhnliche Menschen dazu in der Lage sein können, Außergewöhnliches zu vollbringen. Zugleich ermutigen die Autoren dazu, das Projektmanagement-Know-how in ehrenamtlichen Projekten zu vertiefen und zu trainieren. Der Titel "Helden gesucht" wird dabei zu einem Leitmotiv: Mithilfe spannender Helden-Geschichten wird einprägsam veranschaulicht, wie man Projekte souverän meistert und dabei sogar ein Stück weit die Welt retten kann.

Freiwilliges Engagement in Stiftungen

Antje Bischoff, Sandra Hagedorn und Roxane Roscher, Bundesverband Deutscher Stiftungen, 2015

Die Mehrzahl der deutschen Stiftungen arbeitet mit Freiwilligen zusammen. Aber was sind die Beweggründe dafür? Dieser Frage geht die Studie "Freiwilliges Engagement in Stiftungen" nach. Zudem wird das Thema Anerkennung sowie die praktische Ebene der Zusammenarbeit beleuchtet.

Zusammengefasst liegen folgende Fragen der Studie zugrunde:

  • Gründe für die Zusammenarbeit: Weshalb arbeiten Stiftungen mit Freiwilligen zusammen?

  • Freiwillige gewinnen: Wie finden Stiftungen und Engagierte zusammen? Gibt es Schwierigkeiten bei der Suche?

  • Mit Freiwilligen zusammenarbeiten: Wie ist die Zusammenarbeit strukturiert? Welche Herausforderungen ergeben sich?

  • Anerkennung: Wie steht es um die Wertschätzung der Freiwilligen?

Grundlage der Studienergebnisse sind eine Online-Befragung unter den Teilnehmenden des StiftungsPanels sowie Interviews mit Stiftungsexpertinnen und -experten.

2014

Generali Engagementatlas 2015. Rolle und Perspektiven Engagement unterstützender Einrichtungen in Deutschland

Generali Zukunftsfonds, 2014

Im "Alten Reichsversicherungsamt" - einem ehrwürdigen, holzvertäfelten Saal im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung - stellte der Generali Zukunftsfonds am 5. November 2014 den "Generali Engagementatlas 2015" vor. Namhafte Wissenschaftler ordneten die Ergebnisse der bundesweiten Erhebung ein und regten zu kontroversen Diskussionen an - ganz im Sinne der Handlungsempfehlungen, die der Generali Zukunftsfonds dem Engagementatlas 2015 sprichwörtlich ins Buch geschrieben hat. Kernforderung dabei: Die Schaffung einer neuen Logik der Engagementförderung, die es den Einrichtungen vor Ort ermöglicht, eigene Strategien zu entwickeln - und sie nicht weiterhin von wechselnden "Moden" oder Modellen der Engagementförderung abhängig zu machen.

2013

Jetzt tu ich was. Von der Lust, die Welt zu verändern

Maike Blatzheim und Beatrice Wallis (Hrsg.), Beltz & Gelberg, 2013

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich für eine Sache zu engagieren und die Welt zu verändern. Das zeigen die Geschichten aus dem neuen Buch bei BELTZ & Gelberg Jetzt tu ich was, herausgegeben von Meike Blatzheim und Beatrice Wallis.

Das Prinzip ist eigentlich kinderleicht und immer dasselbe. Man muss nur eine Idee haben und einen starken Willen. Das vorliegende Buch hat 30 Menschen im Alter von 8 bis 74 Jahren aufgespürt, die aktiv geworden sind und erzählen, warum sie ehrenamtlich tätig sind und warum es sich lohnt, etwas anzupacken. Die Geschichten sind dabei so vielfältig wie das Leben selbst: vom Menschenrechtler über Tierschützer bis hin zum Gründer einer Klimaschutzinitiative.

Die unterschiedlichen Erfahrungsberichte, die dieses Buches versammelt, verdeutlichen: Jeder kann etwas tun und aktiv zu werden macht Spaß! Weil man Freunde findet, weil man neue Seiten an sich entdeckt, weil man lernt, sich mit Widersprüchen auseinanderzusetzen: "Aber warum tun wir das eigentlich? Warum engagieren sich so viele Menschen ehrenamtlich? Für mich gibt es darauf eine einfache Antwort: Weil es Freude macht" Michaela, 20. Jetzt tu ich was richtet sich vornehmlich an jugendliche Leser, aber gerade weil sich das Engagement der Freiwilligen so beeindruckend liest, eignet sich das Buch für alle, die sich in den Geschichten wiederfinden oder sich von ihnen inspirieren lassen möchten.

Einflussfaktoren des freiwilligen Engagements. Eine empirische Untersuchung der Extensivierungsperspektive

Julia Schlicht, Steinbeis-Edition, 2013

Der hohen politischen und wissenschaftlichen Relevanz der Engagementförderung zum Trotz existieren bislang keine zielgruppenfokussierten, explikativen Analysen, die die Identifikation der zentralen Einflussfaktoren auf das freiwillige Engagement von engagementbereiten Personen zum Ziel haben. Diese Erkenntnislücke wird mit der vorliegenden Dissertation zumindest teilweise geschlossen, indem zunächst theoretische Zusammenhänge des Engagementverhaltens ermittelt werden. Dabei werden als mögliche Einflussfaktoren auf das freiwillige Engagement Einstellungsparameter, Umwelteinflüsse und zur Verfügung stehende Ressourcen berücksichtigt. Die sich ergebenden Hypothesen werden durch eine qualitative und zwei quantitative Online-Befragungen überprüft. Die Ergebnisse aller drei Studien werden zu einer Skizze des freiwilligen Engagements zusammengefügt, die wiederum die Grundlage für die Ableitung vielfältiger Implikationen für die Unternehmenspraxis darstellt. Abgeschlossen wird die Arbeit durch weiterführende Forschungshinweise.

2012

Lokale Engagementförderung. Kritik und Perspektiven

André Christian Wolf und Annette Zimmer, VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2012

In den letzten Jahren ist ein regelrechter Gründungsboom von Infrastruktureinrichtungen für bürgerschaftliches Engagement zu verzeichnen. Hierzu zählen Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros, Selbsthilfekontaktstellen und Bürgerstiftungen ebenso wie Stadtteilbüros, Mehrgenerationenhäuser, Lokale Bündnisse für Familien sowie Stabs- oder Anlaufstellen in der Verwaltung. In diesem Band wird untersucht, welche Vor- und Nachteile die Vielfalt der Einrichtungen auf lokaler Ebene mit sich bringt. Welche Anlaufstellen, Büros und Agenturen sind noch zeitgemäß? Wie ergänzen sich die Angebote, wo überschneiden sie sich und wo stehen sie in Konkurrenz zueinander? Die Antworten auf diese Fragen bilden die Grundlage für eine Diskussion über die zukünftige Entwicklung der Engagementförderung vor Ort.

Foto: Alberto G. / flickr.com