Queere Geflüchtete stehen vor besonderen Herausforderungen. Die Rainbow-Refugees-Mainz bieten Unterstützung und wollen vor allem eins: Die Anliegen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Geflüchteten sichtbar machen. 2020 waren sie für den Deutschen Engagementpreis nominiert. 

Queere Geflüchtete stellen sich neben den üblichen Schwierigkeiten wie Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden besonderen Herausforderungen. Die Rainbow-Refugees-Mainz bieten daher Unterstützung und wollen vor allem eins: die Anliegen von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Geflüchteten sichtbar machen. 

Bereits seit Ende 2015 setzen sich die Rainbow-Refugees für LSBTIQ-Geflüchtete (lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, inter* und queere) in Mainz und Rheinlandpfalz ein. Neben Diskriminierung aufgrund der Herkunft werden diese oft aufgrund ihrer sexuellen Orientierung benachteiligt. Das Engagement der Rainbow-Refugees erstreckt sich über verschiedene Lebensbereiche und vielseitige Tätigkeiten. So bieten sie zum Beispiel Hilfe und Übersetzung im Umgang mit Behörden an oder helfen bei der Wohnungs- und Jobsuche. Ein weiterer wichtiger Teil ihres Einsatzes besteht in der Zusammenarbeit mit Gemeinschaftsunterkünften, in denen sie Schulungen für Mitarbeitende anbieten, um für die Belange von LSBTIQ-Geflüchteten zu sensibilisieren. Zusätzlich legen sie mehrsprachige Flyer aus und informieren über ihre Aktivitäten, damit Interessierte von ihrem Angebot erfahren. Bei einem Stammtisch tauschen sich queere Geflüchtete in entspannter Atmosphäre über ihre Erfahrungen aus und bestärken sich gegenseitig..   

Im Laufe der Jahre hat sich das Projekt einen Namen gemacht und ist in der LSBTIQ-Community der Region präsent. Beispielsweise beteiligt sich die Gruppe am Christopher Street Day in Mainz oder hilft bei der Organisation anderer wichtiger Veranstaltungen wie dem Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. Als besonderen Teil der Öffentlichkeitsarbeit versteht sie das Empowerment von queeren Geflüchteten. Sie werden ermutigt, über die Situation in Deutschland aber auch ihre Erfahrungen in den Heimatländern zu berichten. Auf diese Weise werden sie in der der queeren Community und in der breiteren Öffentlichkeit sichtbarer.  

Die Rainbow-Refugees wurden für ihren wichtigen Einsatz gegen Diskriminierung 2019 mit dem Brückenpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Bei diesem Preis werden Projekte geehrt, die sich für das gesellschaftliche Miteinander einsetzen und Brücken zwischen Menschen verschiedener Herkunft bauen. Die Rainbow-Refugees-Mainz waren 2020 auch für den Deutschen Engagementpreis nominiert.   

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