Ausgezeichnet

Alle lieben Schmidt

Bruno Schmidt ist leidenschaftlicher Radsportler und erfuhr 2014, dass er unter der unheilbaren Nervenkrankheit ALS leidet. Er entschied sich, nicht aufzugeben und gründete zwei Jahre später den Verein Alle Lieben Schmidt, mit dem er Betroffene und ihre Familien unterstützt und ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Für dieses Engagement erhielt Bruno Schmidt den Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe.

Amyotrophe Lateralsklerose, wie die Krankheit mit vollem Namen heißt, ist eine chronisch-degenerative Erkrankung des zentralen Nervensystems, die in wenigen Jahren zum Tod führen kann. Erkrankte sind oft früh auf einen Rollstuhl angewiesen und haben Probleme beim Schlucken oder Atmen. Zwei Jahre nach seiner Diagnose gründete Bruno Schmidt den Selbsthilfeverein Alle Lieben Schmidt e. V., um seinen Lebensmut mit anderen Erkrankten zu teilen und Spenden für die Erforschung der Krankheit zu sammeln. Dazu organisiert er regelmäßige Spendenveranstaltungen und klärt er die Öffentlichkeit über ALS auf. Auch sein größtes Hobby, den Radrennsport, integriert er in sein Engagement: Im Sommer 2017 führte er die zweite „Tour de ALS“ durch, bei der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam für den guten Zweck etwa 85 Kilometer mit dem Rad durch die Eifel fuhren.

Der Hertie-Preis für Engagement und Selbsthilfe zeichnet vorbildliche Aktivitäten von Selbsthilfegruppen und engagierten Menschen im Bereich der Multiplen Sklerose und der neurodegenerativen Erkrankungen aus. Im Februar 2019 konnte sich Bruno Schmidt mit seinem Verein Alle Lieben Schmidt über die Auszeichnung der Hertie-Stiftung freuen.


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