Ausgezeichnet

Begegnungen schaffen

Die Tanztheatergruppe MultiMoves aus Dresden will vor allem eins: Begegnungen schaffen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen. Die theaterbegeisterten Teilnehmenden aus Afghanistan, Deutschland, Frankreich, Irak, dem Iran, dem Libanon, Spanien und Syrien wachsen im gemeinsamen Spiel zusammen – die Sprachbarriere verliert auf der Bühne an Bedeutung. Für diesen ungewöhnlichen Einsatz für mehr Zusammenhalt in Dresden erhielt MultiMoves den Starterpreis der Studienstiftung und ist jetzt für den Deutschen Engagementpreis 2018 nominiert.

Das Projekt wurde 2017 von Olga Feger, Ahmad Abdlli, Marco Tabor und Matthias Markstein entwickelt, um Raum für interkulturellen Austausch zu schaffen und neue und alte Dresdnerinnen und Dresdner über Theater und Tanz zusammenzubringen. Die Inhalte der Stücke werden anhand eines Oberthemas im gemeinsamen Austausch erarbeitet – die vielfältigen Geschichten und Erfahrungen der Teilnehmenden verschmelzen so in einem gemeinsamen Werk und werden schließlich auf die Bühne gebracht. Das erste Stück der Gruppe „What the hell are we supposed to do now“ behandelte das Thema Identität. Die Schauspielerinnen und Schauspieler befassten sich während der Proben mit Vorurteilen und kulturellen Unterschieden sowie Gemeinsamkeiten und Hoffnungen. Aber nicht nur die Teilnehmenden selbst lernen sich und einander im Tanztheater besser kennen, das Gesehene und Erlebte wird im Anschluss an die Aufführung mit dem Publikum in einem Gespräch vertieft. MultiMoves zeigt, wie Menschen sich trotz Kommunikationsbarrieren begegnen und durch gemeinsame Erfahrungen zusammenwachsen können.

Die Studienstiftung des Deutschen Volkes vergibt seit 2014 den Engagementpreis und seit 2015 den Starterpreis. Marco Tabor ist Stipendiat der Studienstiftung und erhielt 2018 für das Projekt MultiMoves den Starterpreis.

 

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