Ausgezeichnet

Kunst verbindet

Gemeinsames Theaterspielen schafft Verbundenheit – das dachten sich auch die jungen Männer mit Fluchthintergrund, die 2015 den Verein syn:format initiierten. In der syrisch-deutschen Theatergruppe finden Menschen mit und ohne Fluchthintergrund zusammen und verarbeiten im gemeinsamen Spiel ihre Erfahrungen. Für dieses Engagement erhielt das Projekt den ersten Platz beim #FARBENBEKENNEN-Award 2018.

Die Idee zum Projekt entstand eher zufällig: bei einem Deutschkurs, den die beiden Schauspielerinnen Aline Joers und Magdalena Scharler in einer Notunterkunft für Geflüchtete in Berlin gaben, lernten sie 20 schauspielbegeisterte junge Männer kennen. Aus dieser Begegnung entstand zunächst ein wöchentlicher Theaterworkshop und schließlich die Erarbeitung eines eigenen Theaterstücks, bei dem die Erfahrungen der Beteiligten im Mittelpunkt stehen sollten. Da es den Männern mit Fluchthintergrund ein großes Anliegen war, der Welt ihre Geschichten und Perspektiven nahe zu bringen, war der Name der ersten Inszenierung schnell identifiziert: „Letter to the World“. Die vielen positiven Reaktionen und Nachfragen zeigten der Gruppe, dass es noch viel Gesprächsbedarf gab und mehr Geschichten auf die Bühne gebracht werden sollten – es folgten die Stücke „Deine Heimat. Meine Heimat“ und „Freiheit“, die erneut großen Anklang fanden. Aktuell arbeitet die Theatergruppe um um die Syrerin Arwa Azoz, die erst durch syn:format zur Schauspielerei fand, an einer neuen Trilogie zur Thematik Utopie.

Der #FARBENBEKENNEN-Award der Senatskanzlei Berlin ehrt das besondere Engagement geflüchteter Menschen und wurde 2018 zum ersten Mal verliehen. Nachdem syn:format e. V. bereits die Jury überzeugen konnte, wählte das Publikum den Verein schließlich auf den ersten Platz.


Zur Website des Vereins

Zur Website des Preises

Zurück zur Übersicht