Ausgezeichnet

Lebensrettung nach Lehrplan

In ländlichen Regionen kann es im Notfall länger dauern, bis Ärzte vor Ort sind. Dabei entscheiden die ersten Minuten nach einem lebensbedrohlichen Unfall oft über Leben und Tod. Dazu kommt, dass es für viele Menschen mit großer Unsicherheit verbunden ist, Erste Hilfe zu leisten. Engagierte des Vereins Pépinière e. V wollen dies mit ihrem Projekt “Jeder kann ein Held” ändern. 

Der Verein möchte die Erste-Hilfe-Kenntnisse unabhängig von Alter, Einkommen oder Herkunft fördern. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Ausbildung von Grundschülerinnen und Grundschülern. Im Verein engagieren sich Medizinstudentinnen und Medizinstudenten, Rettungsdienstler und weitere Freiwillige, die jungen Lernenden in ihrer Freizeit die wichtigsten Techniken zur Lebensrettung beibringen.  

Gemeinsam möchten die Engagierten erreichen, dass in den kommenden Jahren eine Lerneinheit zum Thema Erste Hilfe im Lehrplan fest verankert wird. So soll jungen Menschen bereits vor dem obligatorischen Kurs zum Erwerb eines Führerscheins die Möglichkeit gegeben werden, sich Wissen zur Lebensrettung anzueignen und dieses praktisch anzuwenden.  

Die von Pépinière e. V durchgeführten Schulungen dauern in der Regel drei Tage und vermitteln die Grundkenntnisse angefangen von der Stabilen Seitenlage über die Herz-Lungen-Wiederbelebung bis hin zur Verbandslehre und zum Eigenschutz. Zum Abschluss der Projekttage können die Kids das gelernte unter Beweis stellen und bei der “Heldenprüfung” ihr Diplom ablegen.  

Das Projekt “Jeder kann ein Held sein” von Pépinière e. V. wurde 2018 mit dem Engagementpreis des FES-Ehemaligen ausgezeichnet. Der Preis wird von ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung verliehen und würdigt soziale Initiativen und Projekte, die Schwache oder Benachteiligte unterstützen. Der Verein war 2019 zudem für den Deutschen Engagementpreis nominiert. 

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