Ausgezeichnet

Mit Fantasie die Welt verändern

Das Privileg, sich frei zwischen verschiedenen Ländern zu bewegen, ist weltweit ungleich verteilt: Während aus Deutschland viele Menschen andere Länder bereisen, dort arbeiten oder sich freiwillig engagieren, ist es andererseits für Menschen aus anderen Regionen oft sehr schwer, nach Deutschland oder Europa zu reisen.  

Der Grund dafür sind Visumsbeschränkungen oder Hürden bei der Antragsstellung und Visavergabeverfahren, die einer Einreise nicht selten im Weg stehen. Engagierte des Vereins VisaWie? e. V. haben sich überlegt, wie sie auf spielerische Weise für diese Ungleichbehandlung sensibilisieren können. Vor diesem Hintergrund entwickelten sie ein Reispass-Quartett, welches das Thema Visavergabe veranschaulichen soll und die gesellschaftlichen Verhältnisse satirisch beleuchtet. Ende letzten Jahres veröffentlichten sie nun eine zweite Edition des Spiels. 

Die Engagierten des Vereins VisaWie? e. V. möchten mit dem Reisepass-Quartett eine Möglichkeit schaffen, spielend zu erleben, was es bedeutet, einen „schlechten“ Reisepass zugespielt zu bekommen. Auf diese Weise möchten sie Menschen ins Gespräch bringen, die Wahrnehmung der Problematik in der Öffentlichkeit stärken und zu einem politischen Wandel beitragen. 

2019 erhielt der Verein für sein Engagement den FAIRWANDLER-Preis. Der Preis wird von der Karl Kübel Stiftung ausgelobt und würdigt das gesellschaftliche Engagement junger Menschen, die längere Zeit im Globalen Süden waren und sich nun mit eigenen Initiativen und Sozialunternehmen für eine faire und gerechte Welt einsetzen. Das Reisepassquartett war außerdem 2019 für den Deutschen Engagementpreis nominiert.  

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