Preisverleihung 2016

Deutscher Engagementpreis 2016 an sechs beeindruckende Initiativen und Projekte verliehen

Bildergalerie der Preisverleihung

Foto: David Ausserhofer
Alle Preisträger, Laudatoren und Künstler 2016
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Jutta Speidel, Prof. Dr. Rita Süssmuth und Matthias Schulz
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Laudatorin Regina Halmich mit Marisa Schroth von Govinda e. V.
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The Gershwin-Four
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Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Schwarzlichttheater "Halves Project"
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Jutta Speidel, Prof. Dr. Rita Süssmuth, Matthias Schulz, Felix Oldenburg, Manuela Schwesig, Dr. Gerhard Timm und Regina Halmich (v. l. n. r.)
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Dörpschaft Witzin e. V., Preisträger in der Kategorie Generationen verbinden, mit Manuela Schwesig, der nominierenden Patin des Preises "Schönste Nachbarschafts-Aktionen", Erdtrud Mühlens, und Natalia Wörner
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Comedian Masud
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Prof. Dr. Rita Süssmuth, Laudatorin der Kategorie "Demokratie stärken"
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Jugend hackt, Preisträger in der Kategorie "Demokratie stärken", mit Rita Süssmuth, der nominierenden Ausrichterin des Dieter Baacke Preises, Anja Pielsticker, und Natalia Wörner
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Dr. Andrea Timmesfeld, Laudatorin der Kategorie "Chancen schaffen"
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SchlaU-Schule, Preisträger in der Kategorie "Chancen schaffen" mit Dr. Andrea Timmesfeld, dem nominierendem Paten des PHINEO Wirkt-Siegels, Robert Lüdecke, und Natalia Wörner
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Dr. Gerhard Timm vom Bündnis für Gemeinnützigkeit im Gespräch mit Natalia Wörner
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Sängerin Annett Renneberg
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Matthias Schulz, Laudator der Kategorie "Grenzen überwinden"
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"Zukunftslabor" - Eine Initiative der Kammerphilharmonie Bremen mit Matthias Schulz, dem nominierendem Paten des Preises "Demokratisch Handeln", Dr. Wolfgang Beutel, und Natalia Wörner
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Moderatorin Natalia Wörner
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Regina Halmich, Laudatorin in der Kategorie "Leben bewahren"
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Dunkelziffer e. V., Preisträger in der Kategorie "Leben bewahren" mit Regina Halmich, der nominierenden Patin des HanseMerkur Preises für Kinderschuatz, Dr. Gabriele Rolfes, und Natalia Wörner
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Spacegirls
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Saal
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Jutta Speidel, Laudatorin des Publikumspreises
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Govinda e. V., Preisträger des Publikumspreises, mit der nominierenden Patin des Preises "Filippas Engel", Fürstin Gabriela zu Sayn-Wittgenstein-Sayn, Jutta Speidel und Natalia Wörner
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Alle Preisträger, Laudatoren und Künstler 2016
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Govinda e.V., Preisträger des Publikumspreises
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Dörpschaft Witzin e. V., Preisträger in der Kategorie "Generationen verbinden"
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"Zukunftslabor" - Eine Initiative der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
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Jugend hackt, Preisträger in der Kategorie "Demokratie stärken" mit Prof. Dr. Rita Süssmuth
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Prof. Dr. Rita Süssmuth und Jutta Speidel beim Empfang
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Empfang
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Empfang
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Deutsches Theater

Am 5. Dezember, dem internationalen Tag des Ehrenamtes, würdigte das Bündnis für Gemeinnützigkeit zum achten Mal freiwillig Engagierte für ihren vorbildlichen Einsatz. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung im Deutschen Theater wurden sechs Preisträgerinnen und Preisträger des Deutschen Engagementpreises 2016 ausgezeichnet. Rund 500 geladene Gäste, darunter viele Engagierte und Ausrichter von Engagementpreisen sowie prominente Laudatorinnen und Laudatoren aus Politik, Wirtschaft und Kultur feierten die Gewinnerinnen und Gewinner.

Die Moderatorin Natalia Wörner begleitete die Gäste durch den Nachmittag, der nicht zuletzt durch die verschiedenen künstlerischen Auftritte zu einem kurzweiligen Erlebnis mit vielen vorbildlich engagierten Menschen wurde. Die Band "The Gershwin-Four" untermalte die Veranstaltung musikalisch.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig eröffnete den Nachmittag mit einer Rede, in der sie betonte, wie wichtig freiwilliges Engagement für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie ist. Der Staat dürfe Engagement aber nicht ausnutzen, sondern müsse die Einsätze unterstützen.

Kategorie Generationen verbinden

Vor der Verleihung der ersten, mit 5.000 Euro dotierten Kategorie Generationen verbinden brachten die Künstler des Halves Projects das Publikum mit ihrem Schwarzlichttheater zum Staunen. Anschließend würdigte Laudatorin Manuela Schwesig das unermüdliche Engagement der Dörpschaft Witzin e. V. Das Preisträgerprojekt zeige, wie wichtig der Zusammenhalt von Jung und Alt für die Lebensqualität vor allem in den ländlichen Regionen sei. Der Verein aus Mecklenburg-Vorpommern setzt sich seit 1996 mit vielseitigen Angeboten für die Stärkung der Dorfgemeinschaft ein.

Kategorie Demokratie stärken

Nach dem humorvollen Auftritt des Comedians Masud wurde in der Kategorie Demokratie stärken das Projekt Jugend hackt ausgezeichnet, ein gemeinnütziges außerschulisches Förderprogramm für junge computerbegeisterte Menschen der Open Knowledge Foundation Deutschland und mediale pfade.org - Verein für Medienbildung. Prof. Dr. Rita Süssmuth lobte in ihrer Laudatio den vorbildlichen Ansatz des Programms, gesellschaftliche Teilhabe von Jugendlichen zu fördern. Der Preisträger bekommt 5.000 Euro Preisgeld.

Kategorie Chancen schaffen

Im Anschluss an einen Auftritt der Band The Gershwin-Four hielt Dr. Andrea Timmesfeld, Head of Public Affairs and Community Engagement bei der Generali Deutschland AG, die Laudatio in der mit 5.000 Euro dotierten Kategorie Chancen schaffen. Sie würdigte das vorbildliche Engagement der SchlaU-Schule, die junge Geflüchtete in München analog zum Kernfächerkanon der bayerischen Mittelschule unterrichtet und zum Schulabschluss führt.

Dr. Gerhard Timm, Sprecher des Bündnisses für Gemeinnützigkeit, verwies im Gespräch mit der Moderatorin auf die positive Weiterentwicklung des Deutschen Engagementpreises zum Preis der Preise und hob insbesondere die Preise-Datenbank hervor, in der mittlerweile mehr als 600 Auszeichnungen für freiwilliges Engagement transparent zu finden seien. Zudem gratulierte Timm den ersten 30 Plätzen des Online-Votings um den Publikumspreis 2016, die einen Engagement-Workshop im März nächsten Jahres gewonnen haben.

Kategorie Grenzen überwinden

Mit einer musikalischen Stadtführung durch die Hauptstadt stimmte die Sängerin Annett Renneberg gemeinsam mit der Band auf die Kategorie Grenzen überwinden ein. Matthias Schulz, designierter Intendant der Staatsoper Unter den Linden, veranschaulichte in seiner Laudatio auf den Preisträger der Kategorie, wie Musik Grenzen überwinden kann. Das "Zukunftslabor" - Eine Initiative der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen erhielt den mit 5.000 Euro dotierten Preis. Die Initiative entwickelt zahlreiche Projekte der ästhetischen Bildung, u. a. die Stadtteiloper, mit dem Ziel, Menschen neue Perspektiven zu vermitteln.

Kategorie Leben bewahren

Die Tänzer von der Dresdner Semperoper berührten das Publikum mit ihrem Stück Les Indomptés und leiteten damit in die Kategorie Leben bewahren über. Das Engagement des Hamburger Vereins Dunkelziffer e. V. überzeugte nicht nur die Jury, sondern auch die Laudatorin Regina Halmich. Sie überreichte den mit 5.000 Euro dotierten Preis. Der Verein kämpft seit 1993 gegen Kindesmissbrauch sowie Kinderpornografie und arbeitet beratend, therapeutisch und präventiv.

Publikumspreis

Die Spacegirls an Gitarre, Bass und Schlagzeug bereiteten die Zuschauerinnen und Zuschauer mit einer lauten und mitreißenden Musikeinlage auf die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreises vor. Der Verein Govinda e. V. konnte beim Online-Voting um den Publikumspreis aus rund 600 Projekten die meisten Stimmen auf sich vereinen. Die Schauspielerin Jutta Speidel übergab den Preis an die glückliche Gewinnerin Marisa Schroth von Govinda e. V. und den Gründer des Vereins, Rocco Umbescheidt. Die Organisation setzt sich seit 18 Jahren in Nepal für Bildung, Grundversorgung und gesellschaftliche Teilhabe ein.

Beim anschließenden Empfang im Spiegelsaal des Deutschen Theaters fand die diesjährige Preisverleihung des Deutschen Engagementpreises ihren Abschluss.

Hier finden Sie die Pressemitteilung.

Weitere Bilder sowie ein Video zur Preisverleihung sind in der Mediathek verfügbar.

 

Eine Übersicht der ersten 30 Plätze des Online-Votings um den Publikumspreis finden Sie hier.

Porträts der einzelnen Preisträgerinnen und Preisträger

Kategorie Generationen verbinden: Dörpschaft Witzin e. V.

"Durch die generationsübergreifende Arbeit innerhalb des Vereins und zusammen mit Gemeinde, Kirchengemeinde und anderen Vereinen ist es gelungen, den Zusammenhalt untereinander wesentlich zu verbessern und die Attraktivität der Gemeinde spürbar zu verändern."

Aus dem 500-Einwohner-Dorf Witzin in Mecklenburg-Vorpommern sind in den letzten 25 Jahren zahlreiche Jugendliche weggezogen, die Anzahl der ortsnahen Arbeitsplätze hat sich halbiert, Einrichtungen wie die Post, Banken oder Schulen wurden geschlossen. Angesichts der Herausforderungen des demografischen Wandels setzt sich der Verein Dörpschaft Witzin e. V. seit 1996 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern dafür ein, einen attraktiven Ort mit einer starken Dorfgemeinschaft und einem lebendigen Zusammenhalt der Generationen zu gestalten. Der Verein belebt das Dorfleben durch die Pflege von Kultur, Brauchtum, Natur- und Landschaft sowie durch die Förderung von Kindern und Jugendlichen.

Zahlreiche Veranstaltungs- und Freizeitangebote sowie gemeinsame dorfpflegerische Einsätze steigern die Lebensqualität in Witzin. Auch die Zusammenarbeit mit örtlichen Unternehmen und sozialen Einrichtungen trägt dazu bei. Von der Organisation von Dorffesten, Tanzgruppen oder dem Bürgerbus für die ältere Generation über die Wiedereröffnung des Kindergartens im Jahr 2013 bis hin zum Erwerb von Häusern durch junge Familien - das Engagement des Vereins fördert den Zusammenhalt aller Generationen in Witzin.

www.in-witzin.de

Kategorie Demokratie stärken: Jugend hackt

In der digitalen Gesellschaft, in der wir unvermeidbar leben, ist die Förderung der technischen Fähigkeiten der nächsten Generationen von enormer Bedeutung für sämtliche Bereiche unseres Zusammenlebens."

Die Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und mediale pfade.org - Verein für Medienbildung veranstalten Jugend hackt, ein gemeinnütziges außerschulisches Förderprogramm für junge computerbegeisterte Menschen. "Mit Code die Welt verbessern" - das ist das Motto von Jugend hackt, das 12- bis 18-Jährige aus ganz Deutschland dazu befähigt, ihre technischen Interessen auf gesellschaftliche Fragestellungen anzuwenden. Denn junge Talente aus dem Bereich der Soft- und Hardwareentwicklung finden bisher selten Platz in staatlich geförderten Initiativen.

Gemeinsam mit Gleichgesinnten tüfteln die jungen Menschen mithilfe von Open Data an Prototypen, digitalen Werkzeugen und Visionen einer besseren Gesellschaft. Projekte wie das städtische "TreeFi", das für die Bewässerung eines Baumes über ein Standfahrrad sorgt und dem Benutzer zum Dank freies WLAN spendiert, oder das 3D-Armband "awearness", das vibriert, sobald sich eine Überwachungskamera in der Nähe befindet, entstehen bei Jugend hackt. Seit dem erfolgreichen Start des Programms im Jahr 2013 fand Jugend hackt 2014 mit doppelter Teilnehmerzahl und 2015 bereits an fünf Orten in Deutschland statt. Seit 2016 ist das Förderprogramm erstmals international: Events haben an acht Orten in Deutschland, in Österreich, der Schweiz und in Südkorea stattgefunden und dienen so zugleich der internationalen Verständigung.

www.jugendhackt.org

Kategorie Chancen schaffen: SchlaU-Schule

"Die SchlaU-Schule ermöglicht jungen Geflüchteten staatliche Schulabschlüsse - und ebnet ihnen so den Weg in den Arbeitsmarkt."

Viele junge Flüchtlinge sehen sich nach der Ankunft in Deutschland mit Zukunftsängsten und Perspektivlosigkeit konfrontiert. Der Trägerkreis Junge Flüchtlinge e. V. aus München gibt Orientierung und setzt sich dafür ein, sie in vorhandene öffentliche Bildungsangebote zu vermitteln. Zu den Projekten des Vereins gehört die SchlaU-Schule, die den Jugendlichen einen nachhaltigen schulanalogen Unterricht bietet, um ihnen ihr Menschenrecht auf Bildung und dadurch die aktive Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

In der SchlaU-Schule werden 320 junge Flüchtlinge in Anlehnung an den Fächerkanon der bayerischen Mittelschulen in bis zu 20 Klassen unterrichtet und zum Schulabschluss geführt. Die Lehrpläne und Schulfächer orientieren sich an Regelschulen, jedoch wird vieles flexibler gestaltet. Neben dem Schulunterricht werden die Jugendlichen sozialpädagogisch begleitet und individuell gefördert, so dass der Übergang in das deutsche Regelschul- und Ausbildungssystem schnell gelingt. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Fast 100 Prozent bestehen die Abschlussprüfung, rund 90 Prozent werden danach erfolgreich in Ausbildung oder weiterführende Schulen vermittelt.

www.schlau-schule.de

Kategorie Grenzen überwinden: „Zukunftslabor“ – Eine Initiative der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

"An der Gesamtschule Ost lässt sich erleben, welche Veränderungskraft der Musik innewohnt."

Es ist kein imposantes Konzerthaus oder ein prunkvolles Gebäude: Die Proberäume der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen - einem Weltklasse-Orchester - sind seit 2007 im Komplex der Gesamtschule Bremen-Ost in Osterholz-Tenever untergebracht, einem von besonderen sozialen Herausforderungen geprägten Bremer Stadtteil. Das "Zukunftslabor" - eine Initiative der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist Teil einer "Wohngemeinschaft" mit Menschen aus über 80 Ländern und entwickelt zahlreiche Projekte der ästhetischen Bildung mit dem Ziel, Menschen neue Perspektiven zu vermitteln.

Mit dem Vorzeigeprojekt - der jährlichen Stadtteil-Oper - gelingt es, gesellschaftliche Veränderung durch Musik zu erreichen. Das Orchester, Experten, Künstler und Bewohner des Stadtteils kommen inmitten eines sozialen Brennpunktes zusammen, um persönliche Beziehungen zu einzelnen Menschen aufzubauen und ihre Talente und Potentiale zu entdecken und zu fördern. Die Stadtteiloper nimmt bewusst Impulse einer multikulturellen und inklusiven Lebenswelt auf: Die Menschen des Stadtteils geben dem Format ein Gesicht und sich selbst eine Stimme. Jede und jeder der 500 Mitwirkenden wird aufgrund persönlicher Interessen und Talente ermutigt, gefordert und gefördert, gemäß dem Motto der Stadtteiloper "Du hast immer eine Wahl!"

www.kammerphilharmonie.com

Kategorie Leben bewahren: Dunkelziffer e. V.

"Seit seiner Gründung 1993 hilft Dunkelziffer e. V. Mädchen und Jungen, die sexuelle Gewalt erfahren haben, und ihren Vertrauenspersonen. Dunkelziffer steht dabei kompromisslos auf der Seite der Opfer."

Die öffentliche Sprachlosigkeit und die Unsicherheit im Umgang mit dem Thema sexuellen Missbrauchs von Kindern sind noch immer groß. Der Hamburger Verein Dunkelziffer e. V. kämpft seit 1993 kontinuierlich gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie, klärt die Öffentlichkeit auf und kümmert sich mit einem Team von Psychotherapeuten und Pädagogen um Kinder und Jugendliche, die sexuelle Gewalt erfahren haben. Der Verein bietet den jungen Menschen Schutz und gibt ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Dunkelziffer e. V. arbeitet beratend, therapeutisch und präventiv - vom Kindergartenalter bis zur weiterführenden Schule. Zusätzlich bietet Dunkelziffer e. V. Fortbildungen für Berufsgruppen an, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, und sensibilisiert Gesellschaft und Politik durch intensive Öffentlichkeitsarbeit für das Leid der Opfer. Kriminalbeamte, Staatsanwälte und Richter werden für die Recherche und Ermittlung von Kinderpornografie in den digitalen Medien geschult. Jährlich erhält der Verein rund 1.000 Hilfsanfragen, die übers Telefon, per E-Mail oder in einem persönlichen Gespräch beantwortet werden. Mit den Präventionsangeboten erreicht Dunkelziffer e. V. jedes Jahr 10.000 bis 12.000 Kinder und Jugendliche.

www.dunkelziffer.de

Kategorie Publikumspreis: Marisa Schroth - Govinda e. V.

"Govinda setzt sich mit Professionalität und Menschlichkeit nachhaltig für Hilfsbedürftige ein. Ich finde es toll, dass Govinda so viele Möglichkeiten schafft, sich auch in Deutschland aktiv für Menschen in Nepal einzusetzen. Es ist mir wichtig, mich für Menschen zu engagieren, die kein so unbeschwertes Leben führen können wie ich."

Die Armut und Lebensumstände vieler Menschen in Nepal berühren Marisa Schroth. Zugleich beeindruckt sie die Wirkung des Govinda e. V., der seit 18 Jahren in Nepal aktiv ist und Projekte umsetzt, die vielen Menschen Bildung, medizinische wie auch gesundheitliche Grundversorgung, gesellschaftliche Teilhabe und damit Zukunftsperspektiven ermöglichen. Marisa Schroth unterstützt

Govinda seit 2010 als Leiterin des Arbeitskreises Stuttgart und des Fachbereichs Nachhaltigkeit. Govinda begann seine Arbeit 1998 mit dem Bau eines Waisenhauses. Als erste Organisation in Nepal entwickelte der Verein ein Reintegrationsprojekt für die jugendlichen Waisen. Zudem werden seit 2002 an der Shangrila-Schule Kinder aller Gesellschaftsschichten gemeinsam unterrichtet. Hinzu kommen Patenschaftsprogramme, die Unterstützung von etwa 5.000 Menschen in West- und Südnepal, der Bau weiterer Schulen sowie die dauerhafte Unterstützung von gehörlosen Kindern. 2014 gründeten Waisenkinder der ersten Generation ihre eigene Hilfsorganisation, um die Entwicklung ihres Landes aktiv mitzugestalten. In den dauerhaften Projekten unterstützt Govinda mehr als 8.000 Menschen. Nach den Erdbeben 2015 führte der Verein Soforthilfemaßnahmen durch, die über 36.000 Menschen erreichten, baute 104 Wohnhäuser, zwei öffentliche Gebäude und vier Schulen.

www.waisenkind.de