Vor-Ort-Nominierung

Die Schülerfirma Holunder ist dabei beim Deutschen Engagementpreis

Die Vor-Ort-Nominierung...

Das Vernetzungstreffen am Vormittag und Nachmittag des 28. April in Berlin war eine geschlossene Veranstaltung, die sich exklusiv an die Vertreterinnen und Vertreter der in 2017 monatlich ausgzeichneten Projekte richtete, die seit dem Jahr 2013 bis jetzt mit dem Primus-Preis des Monats ausgezeichnet worden sind und gesondert eingeladen wurden. Durch fachliche Impulse bereichert hatten die Teilnehmenden großzügige Gelegenheit auf der Dachterasse des Amano Rooftop Centers in Berlin ihre Erfahrungen auszutauschen. Die Preisverleihung am Abend bildete den Abschluss der Veranstaltung. Gemeinsam mit Heinz-Rudi Spiegel von der JK Stiftung und Arend Oetker von der Stiftung Bildung und Gesellschaft sprach Artemis Toebs, Referetin Deutscher Engagementpreis, über die Relevanz freiwilligen Engagements in Deutschland und übereichte dem erstplatzierten Projekt die Nominierungsurkunden für den Dachpreis für freiwilliges Engagement. Bei Buffet, Getränken und Vernetzung klang der Abend aus.

Der Preisträger...

Die Schülerfirma Holunder ist der Sieger der Wahl zum Primus des Jahres 2017. In einem öffentlichen SMS-Voting setzte sich das Chemnitzer Projekt mit 14,8 Prozent von 2.361 abgegebenen Stimmen an die Spitze und sicherte sich damit das Preisgeld von 3.000 Euro für den ersten Platz. Als erstplatzierter Preisträger ist die Schülerfirma damit auch durch die Stiftung Bildung und Gesellschaft für den Deutschen Engagementpreis nominiert.

Die Schülerfirma Holunder SGmbH wird von zehn- bis 15-jährigen Jugendlichen an der Montessori-Schule Chemnitz selbst verwaltet. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung für ihr eigenes Schulgebäude. Seit sechs Jahren machen sie ihre Klassenzimmer, die Gänge, das Treppenhaus und die Gemeinschaftsräume sauber. Die Schülerfirma ist wie ein richtiges kleines Unternehmen organisiert. Die Jugendlichen führen die Geschäfte. Die Arbeit wird eingeteilt, es gibt verbindliche Absprachen, eine Qualitätskontrolle und Rechnungen. Denn die Schülerfirma erhält für ihre Leistungen Geld von der Schulleitung, die damit kein externes Reinigungsunternehmen beauftragen muss.

Die so erzielten Einnahmen kommen den Schülerinnen und Schülern selbst zugute, denn die Ausgaben für Lernmaterialien oder die Unterstützung für Jugendherbergsfahrten von finanziell benachteiligten Familien werden demokratisch von allen beschlossen. Jugendliche mit und ohne Förderbedarf arbeiten auf Augenhöhe zusammen und die Älteren lernen junge Schülerinnen und Schüler an, die dann verschiedene Rollen in der Firma durchlaufen. Das Projekt hat somit zwei Effekte: Die Jugendlichen bekommen einen hautnahen Eindruck von der Welt der Wirtschaft. Und sie lernen es zu schätzen, Ordnung zu halten und sorgsam mit ihrer Lernumgebung umzugehen, wenn sie selbst dafür geradestehen müssen. Das Projekt, das vier Pädagogen begleiten, trägt sich finanziell selbst.

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Der Preisausrichter...

Mit dem Primus des Monats zeichnet die Stiftung Bildung und Gesellschaft zwölfmal im Jahr eine zivilgesellschaftliche Initiative mit Vorbildcharakter aus, die engagiert und in Partnerschaft mit lokalen Akteuren und Institutionen eine konkrete Herausforderung im Bildungssystem aufgreift. Durch die Auszeichnung sollen nachahmenswerte Projekte überregional bekannt werden. Der monatlich vergebene Primus-Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Einmal im Jahr wird in einer Publikumsabstimmung der Primus des Jahres gekürt. Die Wahl zum Primus des Jahres 2017 wurde gefördert von der Gemeinnützigen JK-Stiftung für kompetente Elternschaft und Mediation.

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