Vor-Ort-Nominierung

Klara-Franke-Preisträgerinnen nominiert

Die Vor-Ort-Nominierung...

Der Klara-Frank-Preis ehrt alle zwei Jahre engagierte Berliner Bürgerinnen und Bürger. Am 11. März wurden mit diesem Preis zwei Frauen aus dem Berliner Bezirk Moabit geehrt, die sich für ihren Stadtteil engagieren. Der Preis geht an Menschen, die in Moabit leben und sich für den Stadtteil und seine Bewohnerinnen und Bewohner einsetzen. Dabei stehen benachteiligte Gruppen, soziale Zwecke, aktives Kiezleben und gute Nachbarschaft im Mittelpunkt. Im Rahmen der Preisverleihung wurden beide Preisträgerinnen für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Artemis Toebs, Referentin Deutscher Engagementpreis, überreichte die Nominierungsurkunden.

Die Preisträgerinnen..

Sedanur Karaça

Als Berlinerin mit türkischen Wurzeln, wie sie sich selbst nennt, ist Sedanur Karaça in ihrem Kiez eine feste Größe. 1976 kam sie aus der Türkei nach Deutschland und lebte lange mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Köln und Berlin. Seit über 25 Jahren ist nun Berlin ihr zu Hause, in dem sie fest verwurzelt ist. Ob mit nachbarschaftlicher Einkaufhilfe, Übersetzungsunterstützung bei Ämtern oder offiziellem Briefverkehr, als Initiatorin von Nachbarschaftstreffs, als Seniorenvertreterin beim Bezirk Mitte oder als Quartiersrätin im Quartiersmanagement Moabit-Ost, Sedanur Karaça ist mit Geduld und Charme äußerst erfolgreich unterwegs. Der Gewinn des Klara-Franke-Preises reiht sich ein in die Sammlung von Ehrungen, die Sedanur Karaça schon erhalten hat.

Sabine Lüdecke

Auf Sabine Lüdeckes Engagement ist das äußert erfolgreiche Wilde 13 -Hausprojekt in der Waldenser Straße in Berlin zurückzuführen. Sie hat die Nachbarschaft aktiviert, sodass das Haus nicht an einen Investor verkauft wurde. Und es ist ihr zu verdanken, dass die Privateigentümer dem Hausprojekt in einem ganz normalen Mietshaus eine Chance gaben. Gemeinsam mit allen Nachbarinnen und Nachbarn wurde in einer zwanzigtägigen Aktion die Hausfassade im Erdgeschoss, mit Unterstützung des Quartiersmanagements Moabit West, neu gestaltet. Mittlerweile gibt es ein offenes Wohnzimmer, das als Treffpunkt für alle Menschen in der Nachbarschaft bekannt ist und in dem auch Veranstaltungen stattfinden. Auch eine Küche ist vorhanden, sodass eine Gruppe gerettete Lebensmittel zubereiten und auf Spendenbasis in der Nachbarschaft anbieten kann. Ohne Sabine Lüdeckes Einsatz wäre es nicht zu diesem Projekt gekommen.

Der Preisausrichter ...

Der Verbund für Nachbarschaft und Selbsthilfe Moabit lobte dieses Jahr wieder den Klara-Franke-Preis aus, der vom Verbund alle zwei Jahre vergeben wird. Benannt ist er nach Klara Franke (1911-1995), der Kiezmutter der Lehrter Straße in Berlin. Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern zur Seite zu stehen, benachteiligte Gruppen der Gesellschaft zu unterstützen und sich unermüdlich für eine aktive Nachbarschaft einzusetzen, das kennzeichnete ihr Leben. 1992 wurde Klara Franke mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande für ihr soziales Engagement ausgezeichnet. Jeder kann preiswürdige Menschen aus Moabit für den Preis vorschlagen. 

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