Gabriele Penzkofer-Röhrl

Gabriele Penzkofer-Röhrl
Foto: Barbara Grill
  • Ansprechpartner:in:  Barabara Grill
  • Organisation:  Gabriele Penzkofer-Röhrl Lebenswerk Verein Hilfe für Frauen in Not e.V.
  • Themen:  Geschlechtergerechtigkeit, Bürger- und Menschenrechte, Soziales
  • Zielgruppen:  ältere Menschen, Frauen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen
  • Ort:  Nürnberg
Nominiert von: Luise Kiesselbach Preis

Es geht mir darum, Gewalt gegen Frauen und Kinder weiterhin effektiv zu bekämpfen. Es geht mir um Geschlechtergerechtigkeit und die Durchsetzung von Frauenrechten auf allen Ebenen. Ich bin überzeugt: Frauen müssen nicht mehr gefördert werden als Männer, sondern ermutigt werden, ihren eigenen Weg zu gehen. Und ich stehe für und soziale und kulturelle Teilhabe für alle, gleich welchen Geschlechts, welcher Herkunft und welchen Alters: KeineR darf verloren gehen. Das ist mein Lebensziel

Barabara Grill

Seit 50 Jahren kämpft Gabriele Penzkofer-Röhrl für Gleichberechtigung. Zunächst an der Universität, wo sie mit Gleichgesinnten, die nicht länger akzeptieren wollten, dass Männer von Gleichberechtigung sprachen, Frauen aber kaum zu Wort kommen ließen, die „sozialistische Frauengruppe WiSo“ gründete und eine Seminarreihe zu weiblicher Sozialisation durchsetzte – mit Scheinerwerb, was für damalige Verhältnisse ein riesiger Erfolg war. 1977 schloss sie sich der Initiative für ein selbstverwaltetes Frauenhaus in Nürnberg an. Die Verhandlungen mit der Stadt liefen gut und 1979 konnte das Frauenhaus eröffnet werden – und Penzkofer-Röhrl blieb 37 Jahre lang, als freie Mitarbeiterin, dann als Sozialpädagogin, und sechs Jahre lang als Geschäftsführerin. Parallel begann 1990 ihre politische Laufbahn: sie wurde Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen und 2002 Stadträtin. Hier setzte sie sich als frauenpolitische Sprecherin für die Unterstützung der Nürnberger Frauenprojekte, die Umsetzung der europäischen Gleichstellungscharta und die Umsetzung der Istanbul Konvention gegen Gewalt an Frauen in Nürnberg sowie für familienfreundliche Arbeitszeiten und die Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen ein. Als engagiertes Mitglied im Ausschuss für Frauen- und Gleichstellungsangelegenheiten des Deutschen Städtetags konnte sie Erfahrungen aus anderen Städten umsetzen und Nürnberger Erfahrungen weitergeben. Aktuell engagiert sie sich für die Belange der SeniorInnen.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026