KulturQuartier Schauspielhaus eG
- Ansprechpartner:in: Tely Büchner
- Organisation: KulturQuartier Schauspielhaus eG
- Themen: Demokratie und Partizipation, Engagement für Engagement, Kultur und Musik, Soziales, Wohnen und Nachbarschaft
- Zielgruppen: ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+, Sonstige
- Ort: Erfurt
972 Menschen. Ein ehemaliges Schauspielhaus. Eine gemeinsame Idee. Wir sind Pioniere. KulturQuartier-Pioniere! Gemeinsam haben wir das ehemalige Schauspielhaus der Stadt Erfurt gekauft, sanieren es und entwickeln es zu einem offenen Kultur- und Begegnungsort. Aus einem Lost Place wird durch das Engagement vieler ein Ort für Kultur, Begegnung und gesellschaftliche Teilhabe – von der Stadtgesellschaft für die Stadtgesellschaft, für uns und kommende Generationen.
Die KulturQuartier Schauspielhaus eG ist Thüringens erste Kulturgenossenschaft. Sie entwickelt das seit 2003 leerstehende ehemalige Schauspielhaus der Landeshauptstadt Erfurt zu einem gemeinwohlorientierten Kultur- und Begegnungsort. Das Besondere: Nicht eine einzelne Institution, sondern die Stadtgesellschaft selbst übernimmt Verantwortung für die Zukunft des Hauses. Die Genossenschaft verbindet Menschen unterschiedlicher Generationen, Berufe und Lebensrealitäten. Hier arbeitet Ehrenamt gemeinsam daran, einen offenen Ort für Kultur, Bildung und Begegnung zu schaffen. Dabei geht es nicht nur um die Sanierung eines denkmalgeschützten Gebäudes, sondern um die Entwicklung eines langfristig gemeinschaftlich getragenen Kulturortes. Das Engagement umfasst den Erhalt des Kulturdenkmals, die Finanzierung durch genossenschaftliche Anteile, die Mitgestaltung von Programm und Strukturen sowie den Aufbau eines nachhaltig funktionierenden Kulturbetriebs. Seit über 10 Jahren öffnet bereits das Haus im reinen Ehrenamt regelmäßig für ein Kulturprogramm aus Veranstaltungen (Konzerte, Theater, Tanz, Kino, Ausstellungen, Lesungen) und Führungen. Die KulturQuartier Schauspielhaus eG reagiert damit auf den Verlust kultureller Räume und schafft eine neue Form demokratischer Mitgestaltung. Sie zeigt, wie gemeinschaftliches Eigentum, ehrenamtliches Engagement und kulturelle Teilhabe zusammenwirken können und wie aus vielen einzelnen Menschen eine starke Gemeinschaft entsteht.