Jetzt abstimmen für das Publikumsvoting
Hier vergebt ihr eure Stimme für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises. Knapp 500 Projekte aus ganz Deutschland stellen sich vor, und jedes von ihnen wurde bereits von einem Engagementpreis ausgezeichnet. Schaut euch um, entdeckt, was Menschen in ihrer Nachbarschaft, ihrem Verein oder ihrer Stadt bewegen, und gebt dem Projekt eure Stimme, das euch überzeugt. Das Projekt mit den meisten Stimmen erhält den Publikumspreis mit 10.000 Euro und einem professionellen Imagefilm, auch die Plätze zwei und drei werden mit 7.500 und 5.000 Euro ausgezeichnet. Abstimmen könnt ihr bis zum 29 Oktober 17:59 Uhr.
Mehr zum Publikumspreis und zum Ablauf der Abstimmung
Jörg Flügge
- Ansprechpartner:in: Jörg Flügge
- Organisation: Batix Software GmbH
- Themen: Demokratie und Partizipation, Engagement für Engagement, Integration und Diskriminierung
- Zielgruppen: Menschen mit Migrationshintergrund, Sonstige
- Ort: Saalfeld
Wenn die Bedingungen nicht stimmen, bekomme ich keine qualifizierten Fachkräfte mehr, so einfach ist das. Alltagsrassismus ist bei uns kein Randthema, sondern eine echte Gefahr für den Wirtschaftsstandort. Deshalb sage ich klar: Wer Menschen auf Grund ihrer Herkunft ausgrenzt, sägt am eigenen Ast. Ich will, dass sich auch Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund bei uns wirklich zuhause fühlen, nicht aus Nächstenliebe, sondern weil es um unsere Zukunft geht.
Jörg Flügge engagiert sich seit vielen Jahren aktiv im Landkreis, in der Region und in ganz Thüringen und ist dadurch bestens vernetzt. Seit Jahren setzt er sich dafür ein, ausländische Fachkräfte nach Thüringen zu holen und ihnen hier ein echtes Zuhause zu geben. Auslöser waren eigene Erfahrungen im Unternehmen. Eine Kollegin aus Malaysia und ein Kollege aus Indien stoßen im Alltag immer wieder auf Vorbehalte, Rassismus und offene Anfeindungen und haben es schwer, in der Region wirklich anzukommen. Statt das hinzunehmen, wird Jörg Flügge und sein Team aktiv. Dabei geht es um ganz praktische Unterstützung beim Onbaording im privaten und beruflichen Umfeld, bei Kontakten zur Behörden, bei der Wohnungssuche und der Mitgliedschaft im Sportverein. Gemeinsam mit dem Unternehmensnetzwerk SaaleWirtschaft e. V. bringt er die Initiative Partnerschaft für Demokratie und weitere Akteure zusammen, um Willkommenskultur strukturell zu verankern, auch durch gemeinsame Veranstaltungen in eigenen Geschäftsräumen und Pläne für regionale Deutschkurse für ausländische Beschäftigte aller Unternehmen im Verbund. Sein Engagement reagiert auf ein reales Problem: Deutschland fehlen jährlich hunderttausende Fachkräfte, gerade im ländlichen Osten. Studien zeigen, dass sich Menschen aus dem Ausland vor allem deshalb gegen Deutschland entscheiden, weil sie sich nicht willkommen fühlen, verstärkt durch wachsende Fremdenfeindlichkeit.