Quietjes e.V.
- Ansprechpartner:in: Karen Wieprich
- Organisation: Quietjes e.V.
- Themen: Bildung, Demokratie und Partizipation, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte
- Zielgruppen: Ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen
- Ort: Behren-Lübchin
„Wir schaffen Räume, in denen Menschen sich begegnen können – ohne Angst, ohne Vorurteile, einfach als Menschen. Für uns heißt Integration nicht, dass sich jemand anpassen muss, sondern dass alle gemeinsam etwas Neues gestalten.“
Der Quietjes e.V. engagiert sich seit über zehn Jahren für die Integration geflüchteter Menschen im ländlichen Raum Mecklenburg-Vorpommerns. Auch ein „Quietje“ ist ein Zugereister, jemand, der anders spricht. Ziel ist es, Teilhabe und Begegnung in Regionen zu ermöglichen, in denen Vielfalt oft nur am Rand sichtbar ist. Mit kreativen Angeboten durchbricht der Verein Vorurteile und Isolation, schafft Freiräume für Austausch und stärkt das soziale Miteinander. Im Begegnungszentrum Q54 in Wasdow finden regelmäßig Gesprächskreise, Familientage, Feste, Werkstätten, Kochevents und Ferienprogramme statt. In Gnoien bietet der Verein Handarbeitstreffen, Deutschkurse, Frauenfrühstücke, Hausaufgabenhilfe und individuelle Beratung. Darüber hinaus begleitet das Team Menschen bei Arzt- und Behördenbesuchen, hilft bei der Wohnungssuche oder organisiert Fahrdienste. Auch in Teterow und Jördenstorf ist Quietjes aktiv: durch interkulturelle Cafés, Feste, Lesungen mit „Women in Exile & Friends“ oder gemeinsame Feiern mit den Bewohner:innen der Gemeinschaftsunterkunft. Besonders innovativ ist, dass geflüchtete Menschen selbst Angebote mitgestalten – von Sprachcafés über Kochabende bis hin zu handwerklicher Hilfe. Ein ehrenamtliches Team aus 15 Engagierten bildet das Herzstück des Vereins. Eine syrische Mitarbeiterin ergänzt das Team seit Kurzem als Integrationsbegleiterin und Kulturvermittlerin. Quietjes e.V. steht für gelebte Gastfreundschaft, die nicht verändern, sondern Räume für Veränderung öffnen will. Das Ziel: ein gleichberechtigtes Zusammenleben auf Augenhöhe – ob als Einheimische oder als „Quietjes“.