Schwer Okay – Trauerevents für junge Erwachsene
- Ansprechpartner:in: Chiara Sterzl
- Organisation: Schwer Okay
- Themen: Gesundheit, Soziales
- Zielgruppen: Frauen, Männer, Sonstige
- Ort: Bamberg
"Ich habe immer gedacht alleine zu sein, mit dem Schicksal was mir passiert ist. Ich hatte das Gefühl von vielen nicht verstanden zu werden. Durch Schwer Okay, habe ich gelernt und begriffen, nicht alleine damit zu sein. Das es Okay ist zu Trauern, egal auf welche Art und Weise. Man hat Platz gefunden um den Schmerz zu verarbeiten und mit Menschen zu quatschen die einen verstehen." - Teilnehmerin, Schwer Okay EventE
Schwer Okay ist ein ehrenamtlich initiiertes Projekt, das interaktive und kreative Events für junge Trauernde zwischen 16 und 30 Jahren veranstaltet. Ziel ist es, Zeit, Raum und Impulse zu geben, um sich individuell mit der eigenen Trauer auseinanderzusetzen – ohne Stuhlkreis-Klischees, aber mit Gemeinschaft und Tiefe. Hinter dem Projekt steht ein junges Team aus Designerinnen und Sozial-Arbeiterinnen, die den Mangel an passenden Angeboten gesehen haben und aus dieser Lücke heraus einen kreativen und zugänglichen Raum für Trauer geschaffen haben. Seit 2022 finden monatlich Veranstaltungen statt – von Erinnerungsschneidereien über Kopfhörerpartys bis hin zu Trauer Dinners. Die Teilnehmenden begegnen sich in kleinen Gruppen, arbeiten mit Materialien, Musik oder Bewegung und schaffen sich einen geschützten Raum, in dem Trauer nicht bewertet, sondern geteilt wird. Jeder Event ist kostenlos und findet an besonderen Orten statt – draußen in der Natur oder drinnen im gemütlichen Wohnzimmer. Inzwischen haben 33 Events über 141 junge Menschen erreicht. Schwer Okay ist ein gutes Beispiel für gesellschaftliches Engagement, weil junge Menschen hier mutig und kreativ dem Tabuthema Tod und Trauer begegnen. Der Peer-to-Peer-Ansatz stellt sicher, dass die Bedürfnisse junger Trauernder im Mittelpunkt stehen. Eine Umfrage von 2024 zeigt: 9 von 10 Teilnehmenden empfanden die Events als stärkend. Die Angebote schaffen nicht nur Raum für Trauer, sondern auch für neue Ressourcen, Selbstwirksamkeit und Verbindung. „Man trifft andere Menschen, die bedingungslos zuhören, die nicht verurteilen, die mitfühlen können.“ – Trauernde 2024