Schenkregal Tettnang

Schenkregal Tettnang
Foto: Stadt Tettnang
  • Ansprechpartner:in:  Melanie Friedrich
  • Organisation:  Anlaufstelle für Bürgerengagement der Stadt Tettnang
  • Themen:  Bildung, Soziales, Umwelt- und Naturschutz
  • Zielgruppen:  Ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Sonstige
  • Ort:  Tettnang

"Das ist zum Wegwerfen viel zu schade! Das bringe ich lieber ins Schenkregal, da kann ich mir sicher sein, dass es benutzt wird. Und dann finde ich vielleicht auch noch etwas, was ich gerade brauchen kann."

Melanie Friedrich

Seit 2016 ist das Schenkregal unter dem Dach der Anlaufstelle für Bürgerengagement der Stadt Tettnang eine Institution. Dabei geht es nicht um Bedürftigkeit, sondern um die Wiederverwertung von Dingen, die zu schade zum Wegwerfen sind. Die verschiedenartigsten Sachen, von Küchengeräten über Deko-Material, Spiele bis hin zu Kuscheltieren und Büchern dürfen abgegeben werden. Das Besondere: Das Regal hat Öffnungszeiten und wird von insgesamt elf Personen betreut, so dass immer gewährleistet ist, dass alles schön und ordentlich aussieht und keine Gegenstände abgegeben werden, die "nicht laufen" (z.B. VHS-Kassetten, muffige alte Bücher). Auch Menschen, die etwas bestimmtes suchen, werden beraten. Organisiert werden parallel auch die Auslage draußen auf dem Gehsteig sowie der Aushang über das Schaufenster, falls Gegenstände zu verschenken sind, die zu groß fürs Regal sind. Das Thema Sharing ist natürlich noch nicht so etabliert und hat in anderen Orten immer wieder mit Vermüllung zu kämpfen. Besonders innovativ ist das Regal durch seine Öffnungszeiten und den persönlichen Kontakt zu den Betreuerinnen, die dafür sorgen, dass es immer schön und sortiert aussieht bzw. dass erst gar kein Müll angenommen wird. Auch die Lage, direkt im Herzen Tettnangs, barrierefrei, in einem ehemaligen Laden, ist innovativ. Neu ist auch, dass es KEINERLEI Geld gibt, kein Spendenkässchen oder ähnliches, um wirklich das Schenken in den Vordergrund zu stellen. Bei den meisten anderen Projekten dieser Art steht dann doch meist ein Kässchen dabei bzw. werden die gespendeten Waren wieder verkauft (z.B. Fairkauf).

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2025