Julina Burgold
- Ansprechpartner:in: Dr. Sindy Burgold-Voigt
- Organisation: Einzelnominierung
- Themen: Demokratie und Partizipation, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte, Bildung, Europa und Internationales, Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit, Soziales, Sonstiges
- Zielgruppen: Ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+, Sonstige
- Ort: Stadtroda
„Menschliche Werte sind nicht verhandelbar und unterliegen nicht politischen Meinungen.“ Julina Marie Burgold „Keiner kann wählen, in welches Land man geboren wird. Niemand hat das Recht, die Grundrechte anderer Menschen in Frage zu stellen.“ Julina Marie Burgold
Die 16-jährige Julina engagiert sich schon seit langer Zeit für ihre Mitmenschen und steht schon immer für ihre Werte ein. Besonders als 2022 Schüler:innen aus der Ukraine in ihrer Klasse ankamen, kümmerte sie sich um diese Schüler:innen und versuchte, sie in die Klasse zu integrieren, ihnen notwendige Kleidungsstücke und Arbeitsmittel zu besorgen, ihnen Deutsch beizubringen oder die Lehrkräfte beim Finden von passendem Material zu unterstützen. Im August 2024 fand in Julinas Heimatdorf ein "Sommerfest" einer rechtspopulistischen Partei statt, auf der ein bekannter Politiker auftreten sollte. Julina bereitete diese Kundgebung große Sorgen, sodass sie sich Verbündete suchte, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Diskriminierung, aber für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde zu setzen. Durch Julinas Engagement konnten die damals in ihrer Klasse lernenden ukrainischen Schüler:innen besser integriert und ihr Schulalltag verbessert werden. Sie initiierte u.a. einen Ukrainischen Tag, an dem sich ihre Klasse einerseits mit der ukrainischen Sprache, Kultur sowie Küche beschäftigen und andererseits mit den ukrainischen Mitschüler:innen und ihren Eltern über den Krieg und die Auswirkungen diskutieren konnte. Julina trug damit einen großen Beitrag dazu bei, dass ihre deutschen Mitschüler:innen mehr Empathie für die ukrainischen Mitschüler:innen aufbringen konnten. Julina setzt sich seit langer Zeit in ihrer Schule und ihrem Dorf für ein respektvolles, demokratisches Miteinander ein - für eine junge Frau im Alter von 16 Jahren keine Selbstverständlichkeit. Dies verdient große Anerkennung und Wertschätzung. Julina belässt es nicht bei Worten, sondern lässt diesen auch Taten folgen.