RepaRad e.V.
- Ansprechpartner:in: Jens Günther
- Organisation: RepaRad e.V.
- Themen: Bildung, Demokratie und Partizipation, Engagement für Engagement, Integration und Diskriminierung, Soziales, Sport und Bewegung, Umwelt- und Naturschutz
- Zielgruppen: Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+
- Ort: Dresden
Wir glauben fest daran: Kaputt ist keine Antwort! In unseren Werkstätten kommen Menschen zusammen, lernen voneinander und schaffen aus scheinbar wertlosem Schrott wieder funktionsfähige Fahrräder. Dabei entstehen nicht nur reparierte Räder, sondern echte Gemeinschaft – und jeder merkt: Ich kann das selbst!
Der RepaRad e.V. ermöglicht seit über 20 Jahren Menschen mehr Teilhabe am umweltfreundlichen Verkehrsmittel Fahrrad durch eigenverantwortliche Selbsthilfe. Die mehr als 70 Vereinsmitglieder (davon 53 aktive Ehrenamtliche) betreiben drei Werkstätten im Selbsthilfebetrieb, eine mobile Werkstatt und zwei öffentliche Reparaturstationen. Das Engagement adressiert soziale Isolation, fehlende nachhaltige Mobilität und Wegwerfmentalität. Besonders innovativ ist der DIY-Ansatz "Kaputt ist keine Antwort!" - die Freiwilligen lehren Menschen, aus Schrott neue Dinge zu erschaffen, beispielsweise Lastenräder. Die Werkstätten sind Begegnungsorte, wo Sprachbarrieren und Vorurteile abgebaut werden. Regelmäßige ehrenamtliche Aktivitäten umfassen Schraub-Workshops in Schulen und Vereinen, interne Fahrradreparatur-Kurse sowie Präsenz auf Stadtteilveranstaltungen mit der mobilen Werkstatt SCREW. Dabei richtet sich das Engagement gezielt an alle Menschen, vorrangig jedoch an Menschen mit kleinem Geldbeutel aus den entsprechenden Stadtteilen, wo die Werkstätten als Begegnungsorte zur Stadtteilbelebung beitragen. Besonders kreativ sind die Lastenradworkshops, bei denen sogar ein Klavier-Mobil entstand, sowie die deutschlandweite Verbreitung des Konzepts. Das Engagement trägt zur Überwindung sozialer Isolation und umweltschädigendem Verhalten bei. Die soziale Dimension zeigt sich auch bei den Ehrenamtlichen: Sie erfahren Selbstwirksamkeit durch Wissensweitergabe, entwickeln Führungskompetenzen und profitieren vom generationenübergreifenden Austausch. Das gemeinsame Schrauben stärkt den Zusammenhalt und ermöglicht persönliches Wachstum.