Jugend Macht Frankfurt

Jugend Macht Frankfurt
Foto: Frankfurter Jugendring
  • Ansprechpartner:in:  Torsten Schulte
  • Organisation:  Frankfurter Jugendring e.V.
  • Themen:  Demokratie und Partizipation, Bürger- und Menschenrechte
  • Zielgruppen:  Kinder und Jugendliche
  • Ort:  Frankfurt
Nominiert von: Bürgerpreis Frankfurt

“Wir wollen Demokratie leben statt lernen, Abhängen auf Parkbänken, gemeinsames Chillen in der Shisha-Bar oder Diskussionen über Ticketpreise: All das sind Beteiligungsversuche von Jugendlichen, die oft übersehen werden. Unsere Vision: Dass alle Jugendlichen in Frankfurt diese Erfahrung machen können”

Torsten Schulte

Jugend Macht Frankfurt wurde 2019 als Kooperationsprojekt des Stadtschülerinnenrats und des Frankfurter Jugendrings ins Leben gerufen. Jugendliche unter 27 Jahren bildeten eine ehrenamtliche Planungsgruppe, die bis heute besteht. Ziel war ein umfassendes Konzept der Kinder- und Jugendbeteiligung in Frankfurt zu erarbeiten. Das Konzept umfasst ein Jugendparlament (formell) und die sozialräumliche Beteiligung (informell, projektbasiert) und wurde 2023 vorgestellt. Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Partizipation entwickelt, einem interdisziplinären Expertengremium aus Stadtpolitik, Wissenschaft und Verwaltung. Die Planungsgruppe trifft sich seit Projektbeginn wöchentlich. Seit 2019 wurden Workshops mit Jugendlichen, Besuche von Schulklassen in der Paulskirche sowie stadtweite Fachtagungen mit Fachkräften der Jugendarbeit durchgeführt. Die Gruppe organisierte zudem Pressekonferenzen, internationale Jugendbegegnungen mit Gruppen aus der Türkei und Frankreich sowie zahlreiche weitere Austauschformate. Die Erfahrungen zeigen, dass Jugendliche kaum in städtische Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden sind. Wenn doch, geschieht dies selten in jugendgerechten Formaten. Es wurde deutlich, dass sowohl ein institutionelles Format wie das Jugendparlament als auch informelle Beteiligung im Sozialraum notwendig sind, um Frankfurt generationengerecht zu gestalten. Aktuell arbeitet die Planungsgruppe mit der Stadtpolitik an der Etablierung des Jugendparlaments bis Ende 2025. Parallel entsteht, gemeinsam mit Fachkräften der Jugendhilfe und Wissenschaftlern der Goethe-Universität und UAS, ein Konzept für die Sozialraumkoordination. Dieses kombiniert aufsuchende mit begleitender Beteiligungsarbeit. Die Pilotierung ist für 2026/27 geplant.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2025