TSB Flensburg v. 1865 e.V.

TSB Flensburg v. 1865 e.V.
Foto: TSB Flensburg
  • Ansprechpartner:in:  Ben Ullmann
  • Organisation:  TSB Flensburg v. 1865 e.V.
  • Themen:  Bildung, Demokratie und Partizipation, Gesundheit, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte, Sport und Bewegung
  • Zielgruppen:  Ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+, Sonstige
  • Ort:  Flensburg
Nominiert von: Sterne des Sports

„Wir wollten kein Verbot, sondern ein Bewusstsein schaffen – für Privatsphäre, Respekt und einen achtsamen Umgang mit dem Handy. Wichtig war uns, dass wir von der Jugend für die Jugend etwas erreichen. Das haben wir gemeinsam geschafft. Unsere Plakate regen zum Nachdenken an und haben schon viele Gespräche ausgelöst – genau das war unser Ziel.“

Ben Ullmann

Der Verein setzt sich mit einem innovativen und niedrigschwelligen Präventionsprojekt aktiv für den Schutz aller Mitglieder ein, insbesondere im sensiblen Bereich der Umkleiden. Unter dem Motto Ein sicherer Ort für alle „Mach mit – Handy aus“ wurde eine Plakataktion ins Leben gerufen, die auf einen bewussteren und respektvolleren Umgang mit dem Smartphone in Räumen wie z.B. Umkleiden aufmerksam macht. Ursprünglich wurde das Projekt von Jugendlichen aus dem Jugendausschuss entwickelt und richtete sich zunächst an Gleichaltrige. Inzwischen spricht die Aktion auch erwachsene Mitglieder, Trainer*innen und Ehrenamtliche an. Ziel ist es, für Privatsphäre, Schutzräume und Achtsamkeit im Umgang miteinander zu sensibilisieren – ohne dabei mit Verboten zu arbeiten. Die Plakate sind bewusst einfach gestaltet, leicht verständlich und sprechen alle Altersgruppen direkt an. Sie regen zum Nachdenken an, statt zu belehren, und stoßen Gespräche über Datenschutz, Respekt und digitale Verantwortung an. Das Engagement hebt sich durch seine niedrigschwellige, alltagsnahe und von Jugendlichen selbst entwickelte Herangehensweise hervor. Es ist kein starrer Maßnahmenplan, sondern lebt von freiwilligen, offenen Gesprächen, die regelmäßig und bedarfsorientiert stattfinden – zum Beispiel im Rahmen von Trainings, Sitzungen oder zwischendurch im Vereinsalltag. Dadurch entsteht ein Raum für nachhaltige Auseinandersetzung und Veränderung im Denken. Besonders ist, dass das Projekt nicht auf einen einzelnen Verein beschränkt bleibt: Die Plakate wurden bereits von rund 60 Schulen und Vereinen deutschlandweit übernommen – ein Zeichen dafür, wie einfach übertragbar und wirksam das Konzept ist. Das Engagement zeigt, wie Schutz und Prävention kreativ, partizipativ und wirksam umgesetzt werden können.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2025