Gast-Haus Ökumenische Wohnungslosen-Initiative e.V.
- Ansprechpartner:in: Eva Bahr
- Organisation: Gast-Haus Ökumenische Wohnungslosen-Initiative e.V.
- Themen: Bildung, Demokratie und Partizipation, Engagement für Engagement, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte, Soziales
- Zielgruppen: ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, Sonstige
- Ort: Dortmund
Armut hat viele Gesichter – kein Mensch ist davor gewappnet, in sie hineinzurutschen. Wir wollen ein Sprachrohr für Menschen sein, die keine Lobby haben. Mit der Bildungsarbeit geben wir diesen Gedanken weiter: Es geht nicht darum, die Welt im Großen zu retten, sondern im Kleinen Momente der Würde zu ermöglichen – für eine demokratische Gesellschaft. Dazu: "Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern." (Afrikanisches Sprichwort)
Das Gast-Haus Ökumenische Wohnungslosen-Initiative e.V. in Dortmund setzt sich seit seiner Gründung dafür ein, die Gesellschaft, insbesondere junge Menschen, für das Thema Armut zu sensibilisieren und demokratische Teilhabe zu stärken. Armut wird dabei nicht nur als soziales, sondern als demokratisches Problem verstanden: Wer von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen ist, kann Demokratie nicht vollständig leben. In aktiven Kooperationen mit Schulen, Universitäten und sozialen Einrichtungen erreicht das Gast-Haus jährlich rund 5.000 junge Menschen – von der Grundschule bis zur Hochschule. Das Bildungsangebot ist vielfältig: interaktive Vorträge und Workshops, Praktika, Social Days und Hospitationstage ermöglichen erfahrungsbasiertes Lernen direkt vor Ort. Dabei begegnen sie der gelebten Realität von Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben – und erleben Demokratie als etwas, das alle einschließen muss. Besonders wertvoll ist der niedrigschwellige, begegnungsorientierte Ansatz: Das Gast-Haus holt Menschen dort ab, wo sie stehen, schafft Räume für offenen Dialog und kritisches Denken – Grundpfeiler einer lebendigen demokratischen Kultur. Vorurteile werden abgebaut, Empathie gestärkt und strukturelle Zusammenhänge sichtbar gemacht. So werden junge Menschen zu mündigen Bürger*innen, die Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft übernehmen.