Mentale Gesundheit von Schüler:innen

Mentale Gesundheit von Schüler:innen
Foto: Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
  • Ansprechpartner:in:  Marie Hacker
  • Organisation:  Bezirksschüler:innenvertretung Köln
  • Themen:  Bildung, Demokratie und Partizipation, Gesundheit
  • Zielgruppen:  Kinder und Jugendliche
  • Ort:  Köln

Fast jeder vierte Jugendliche in Deutschland gilt als psychisch auffällig. Diese Zahl ist alarmierend – doch sie führt noch immer nicht zu den notwendigen Veränderungen. Wir brauchen dringend mehr Aufklärung, mehr Prävention und Schulen, in denen offen über Leistungsdruck, Stress und mentale Gesundheit gesprochen werden kann. Und solange diese Angebote fehlen, warten wir nicht darauf, dass andere handeln – wir schaffen sie selbst.

Marie Hacker

„Dann gehen wir das Problem eben selber an.“ – Unter diesem Motto hat die Bezirksschüler Köln auf die wachsende Zahl von Schülerinnen und Schülern mit psychischen Belastungen sowie auf die große Versorgungslücke im Bereich der mentalen Gesundheit reagiert und im Jahr 2023 ihr Workshop-Projekt „Mentale Gesundheit“ an Kölner Schulen ins Leben gerufen. Die Schülerinnen und Schüler stellten fest, dass das Thema mentale Gesundheit im Schulalltag kaum Beachtung fand und Betroffene häufig keine passenden Unterstützungsangebote kannten. Gleichzeitig nahm die Zahl junger Menschen mit psychischen Belastungen deutlich zu, während Präventionsangebote und niedrigschwellige Hilfen vielerorts fehlten oder nicht ausreichend ausgebaut waren. Daraus entstand der Entschluss, selbst aktiv zu werden und ein Projekt zu entwickeln, das junge Menschen frühzeitig erreicht und ihnen konkrete Unterstützung bietet. Das Projekt stellt präventive, professionelle Workshops für Schülerinnen und Schüler bereit, die von ausgewählten Kooperationspartnern direkt an Schulen durchgeführt werden. Ziel ist es, junge Menschen über mentale Gesundheit aufzuklären, Vorurteile abzubauen und frühzeitig Hilfsangebote aufzuzeigen. Ziel ist es, offen über mentale Belastungen, Resilienz zu fördern und psychische Erkrankungen an Schulen zu enttabuisieren. Das Besondere am Projekt ist, dass es vollständig von Jugendlichen geleitet wird. So entstehen bedarfsgerechte Angebote, die junge Menschen auf Augenhöhe erreichen.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026