Rudow empört sich. Gemeinsam für Respekt und Vielfalt

Rudow empört sich. Gemeinsam für Respekt und Vielfalt
Foto: Rudow empört sich / Claudia von Gélieu
  • Ansprechpartner:in:  Claudia von Gélieu
  • Organisation:  Rudow empört sich c/o Claudia von Gélieu
  • Themen:  Demokratie und Partizipation
  • Zielgruppen:  ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+, Sonstige
  • Ort:  Berlin

Empört euch gegen rechte Bedrohungen überall vor Ort. Und setzt euch ein für Demokratie und gleiche Menschenrechte für alle.

Claudia von Gélieu

Der Berliner Stadtteil Rudow war viele Jahrzehnte ein Brennpunkt von Neonazis. Immer wieder haben sie Einrichtungen wie die evangelische Kirche oder eine Buchhandlung und Personen angegriffen, die sich für Demokratie und Menschlichkeit einsetzen. Nachdem der Rudower Buchhändler Heinz Ostermann von mehreren rechten Anschlägen betroffen war, hat er Anfang 2018 die nachbarschaftliche Initiative „Rudow empört sich“ ins Leben gerufen. Die Empörung richtete sich gegen das Versagen staatlicher Behörden bei Schutz vor rechtem Terror und der Aufklärung der Straftaten. Neben Unterstützung von rechter Gewalt Betroffener setzt sich die Initiative für ein gesellschaftliches Klima von „Respekt und Vielfalt“ ein. Hierzu wurden zahlreiche Aktionen durchgeführt und immer wieder neue Ideen umgesetzt. Für „Rudow Welt offen“ haben sich zahlreiche Menschen aus dem Stadtteil mit ihrem Foto bekannt. Mit „Offenen Tafeln“, „Rudow im Gespräch“ und den ersten Rudower Open-Air-Kino-Abenden bieten wir die Möglichkeit, vielfältige Kulturen kennenzulernen. Bei Stadtführungen setzen wir uns mit der Geschichte von Rudow auseinander. Zusammen mit einer Schule haben wir den ersten Stolperstein für einen in der NS-Zeit ermordeten Rudower realisiert. Wir entfernen volksverhetzende und menschenverachtende Schmierereien und Aufkleber. Außer spontanen Solidaritätskundgebungen bei Angriffen organisieren wir jedes Jahr eine Menschenkette zum Internationalen Tag gegen Rassismus in Rudow.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026