Union für Obdachlosenrechte Berlin (UfO Berlin) – „UfO goes Neukölln“
- Ansprechpartner:in: Bálint Vojtonovszki
- Organisation: Union für Obdachlosenrechte Berlin c/o Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V.
- Themen: Bildung, Demokratie und Partizipation, Engagement für Engagement, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte, Soziales, Wohnen und Nachbarschaft
- Zielgruppen: Menschen mit Migrationshintergrund, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+, Sonstige
- Ort: Berlin
Wir wollen nicht, dass nur über wohnungs- und obdachlose Menschen gesprochen wird. Wir sprechen selbst, bringen unsere Erfahrungen in Politik und Verwaltung ein und kämpfen gemeinsam mit unseren Nachbar*innen für das Recht auf Wohnen mit selbstbestimmten Wohnformen.
Die Union für Obdachlosenrechte Berlin (UfO Berlin) ist eine unabhängige Interessenvertretung aktuell und ehemals wohnungs- und obdachloser Menschen gemeinsam mit Verbündeten. Im ausgezeichneten Engagement „UfO goes Neukölln“ vertreten Betroffene ihre Anliegen selbst und entwickeln nach den Prinzipien des Community Organizing konkrete Veränderungen. Ein Sprachcafé in Kooperation mit dem Nachbarschaftsheim Neukölln schafft einen geschützten Ort für Begegnung, Deutschlernen und gesellschaftliche Teilhabe. Seit mehr als zwei Jahren wirkt UfO Berlin gemeinsam mit dem Bezirksamt an der Überarbeitung des Neuköllner Leitfadens Obdachlosigkeit mit, damit Erfahrungen und Bedarfe wohnungsloser Menschen in die bezirkliche Praxis einfließen. Von Mai bis August 2025 führten wohnungslose Aktivist*innen 38 Interviews zu BVG-Reinigungsstreifen, Diskriminierung, Gewalt und dem Leitfaden. Beim „Tag der Ufos“ am 11. September 2025 brachten Redebeiträge, Film, offenes Mikrofon und Infostände Menschen mit und ohne Obdach zusammen. Das Engagement reagiert auf Ausgrenzung und fehlende politische Mitsprache. Besonders ist, dass nicht über Betroffene gesprochen wird: Sie gestalten Inhalte, Aktionen und Forderungen selbst.