Postsportverein Heide e.V. - Jugendintegration & Antiaggression durch Sport
- Ansprechpartner:in: Nick Rinck
- Organisation: Postsportverein Heide e.V.
- Themen: Bildung, Demokratie und Partizipation, Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit, Integration und Diskriminierung, Inklusion, Bürger- und Menschenrechte, Soziales, Sport und Bewegung, Sonstiges
- Zielgruppen: Kinder und Jugendliche, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer
- Ort: Heide
'Wenn wir sehen, wie ein Kind, das sich sonst nichts zutraut, plötzlich über sich hinauswächst, lacht und merkt, dass es dazugehört, wissen wir, warum wir das machen. Wir geben den Kindern keine fertigen Lösungen, sondern einen Ort, an dem sie sich selbst wieder spüren dürfen. Genau das verändert mehr als jedes Gespräch.' -Nick Rinck & Kathrin Bruhn- Aus der Praxis mit den Kindern: 'Selbstwert ist nicht verhandelbar. 'Fehler' geben Euch die Chance zu wachsen und selbstwirksamer zu werden.'
Jeder Mensch will dazugehören. Gesehen werden. Das Gefühl kennen, stark genug zu sein für sich und auch andere. Doch für viele Kinder und Jugendliche ist genau das keine Selbstverständlichkeit. Sie wachsen auf mit sozialen, kognitiven, familiären oder finanziellen Belastungen, mit Aggressionsproblemen, Angststörungen, Autismus oder Depressionen. Manche werden systematisch ausgegrenzt, weil sie 'anders' sind. Sie alle brauchen keinen weiteren Ort, an dem sie funktionieren müssen, sondern einen, an dem sie wachsen dürfen. Seit 2023 schaffen Nick Rinck, Sporttherapeut und Trainer, und Kathrin Bruhn, Sonderschullehrkraft, genau diesen Raum. Gemeinsam mit dem Postsportverein Heide e.V. begleiten sie Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Elvers-Schule und der Klaus-Groth-Schule in Heide durch regelmäßige (Cross-)Trainingseinheiten. Bewegung wird hier zum Kanal für Emotionen: Wut, Angst, Trauer; all das findet über Sport einen Weg nach draußen, ohne jemanden zu verletzen. Was dabei entsteht, ist sichtbar und sogar messbar: Kinder, die vorher häufig fehlten, kommen regelmäßiger zur Schule. Aggressionen weichen Gelassenheit, Rückzug wird zu Mut, und das Selbstwertgefühl, oft das Erste, was bei diesen Kindern gelitten hat, wächst Woche für Woche spürbar. Kinder, die ausgegrenzt wurden, erleben erstmals echte Zugehörigkeit. Für Nick Rinck und Kathrin Bruhn ist das jedes Mal aufs Neue bewegend. Vielleicht auch, weil es uns alle etwas angeht.