Angelica Adriana Di Giustili - MafiaMetamorphosis: Autobiographies of Redemption

Angelica Adriana Di Giustili - MafiaMetamorphosis: Autobiographies of Redemption
Foto: Paolo Modugno
  • Ansprechpartner:in:  Angelica Adriana Di Giustili
  • Organisation:  Bonner Italienzentrum (BIZ)
  • Themen:  Bildung, Europa und Internationales, Integration und Diskriminierung, Kultur und Musik, Bürger- und Menschenrechte, Soziales
  • Zielgruppen:  finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Männer, Sonstige
  • Ort:  Bonn

Motto: Wenn wir dass Narrativ verändern, verändern wir die Gesellschaft. Wir haben zu spät erkannt, dass Bildung ein Recht und kein Privileg ist. Verfluchte Unwissenheit! F. G., inhaftierte Person im Gefängnis in Rom

Angelica Adriana Di Giustili

„Mafia/Metamorphosis“ ist ein deutsch-italienisches Kooperationsprojekt, das von Angelica Adriana Di Giustili initiiert und koordiniert wird. Es begleitet Menschen, die wegen organisierter Kriminalität verurteilt wurden, in einem Prozess der kritischen Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Biografie durch autobiografisches Schreiben. Das Projekt beruht auf der Überzeugung, dass der Umgang mit organisierter Kriminalität nicht allein juristische Maßnahmen, sondern auch Verantwortung, Wissen und Dialog erfordert. An der Schreibwerkstatt in der Justizvollzugsanstalt Rebibbia nehmen zwanzig Inhaftierte freiwillig teil. Ihre autobiografischen Texte werden in Lehrveranstaltungen der Universität Bonn und der Universität Roma Tre gelesen und diskutiert; Studierende verfassen Reflexionen, die an die Autorinnen und Autoren zurückgegeben werden. Parallel führt der deutsche Projektpartner Theater FreiBlick eine vergleichbare Schreibwerkstatt in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken durch. Die autobiografischen Texte bleiben nicht im Gefängnis, sondern werden zum Ausgangspunkt eines Dialogs zwischen Inhaftierten, Studierenden und Lehrenden in Italien und Deutschland. So entwickelt das Projekt ein neues Kooperationsmodell zwischen Justizvollzug, Universität und Gesellschaft und zeigt, wie gegenseitiges Verständnis Verantwortung, Bildung und Prävention fördern kann.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026