Therapieplatzhilfe e. V.
- Ansprechpartner:in: Marvin Petersen
- Organisation: Therapieplatzhilfe e. V.
- Themen: Gesundheit, Soziales, Bürger- und Menschenrechte, Integration und Diskriminierung
- Zielgruppen: hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Sonstige
- Ort: Hamburg
Wir sind überzeugt, dass jeder Mensch das Anrecht auf einen zeitnahen, barrierearmen Zugang zu jeder erforderlichen sowie geeigneten Leistung des Gesundheitswesens hat. Wir wollen diejenigen begleiten, die ihr Anrecht auf Versorgung nicht alleine in Anspruch nehmen oder durchsetzen können. So ermöglichen wir einen chancengleichen Zugang zur Behandlung unabhängig von der Schwere der Erkrankung.
Der Therapieplatzhilfe e. V. unterstützt Betroffene aktiv auf dem oft beschwerlichen Weg in die ambulante Psychotherapie. Laut Bundespsychotherapeutenkammer dauert die Wartezeit im Durchschnitt rund 20 Wochen. In dieser Zeit müssen Erkrankte häufig zahlreiche Anfragen stellen, Absagen dokumentieren und bürokratische Hürden meistern. Dies stellt eine große Barriere dar, denn aufgrund von Symptomen wie Antriebslosigkeit, Resignation oder sozialen Ängsten fehlt Betroffenen oft die Kraft für diese Suche. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen begleitet der Verein sie Schritt für Schritt. Die Helfenden zeigen Wege auf, kontaktieren Praxen, unterstützen bei der Kommunikation mit Krankenkassen und schenken neue Motivation. Die Vision ist es, allen Menschen – unabhängig von Art und Schwere der Erkrankung – den Zugang zur Versorgung zu ermöglichen und so auch gesellschaftliche Folgekosten durch z. B. vermeidbare Klinikaufenthalte zu reduzieren. Besonders ist, dass der Verein nicht nur informiert, sondern genau dort individuelle, kurzfristige Hilfe anbietet, wo das System Lücken hinterlässt. Als Ergänzung zu bestehenden Initiativen setzt er direkt bei den Betroffenen an, statt auf langwierige politische Prozesse zu setzen. Gleichzeitig macht der Verein den realen Bedarf sichtbar: Er bringt auch diejenigen in die Wartezeit-Statistiken ein, die ohne die Unterstützung resigniert und die Suche aufgegeben hätten. Dadurch wird eine verbesserte Datenbasis für politische Entscheidungen geschaffen.