Matteo Ramin

Matteo Ramin
Foto: Katharina Gossow, Nutzungsrechte übertragen
  • Ansprechpartner:in:  Matteo Ramin
  • Organisation:  AllerLeih
  • Themen:  Soziales, Umwelt- und Naturschutz, Wohnen und Nachbarschaft
  • Zielgruppen:  finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Sonstige
  • Ort:  Lüneburg

„Es ist für mich einfach nicht hinnehmbar, dass wir es als so wohlständige Gesellschaft nicht schaffen, unseren Konsum strukturell nachhaltig zu gestalten. In meinem Engagement im Wiener Leihladen habe ich gesehen, wo die alltägliche Sharing Economy auf Hürden trifft: Bestehende Gewohnheiten und mangelhafte Infrastruktur machen Teilen mühsam. Das ändere ich mit AllerLeih, indem wir teilen und leihen einfach und selbstverständlich machen."

Matteo Ramin

Matteo Ramin hat Anfang 2026 seinen Lebensmittelpunkt nach Lüneburg verlegt, um in Vollzeit AllerLeih aufzubauen: eine offene, nicht-kommerzielle Leih-Infrastruktur, mit der Menschen statt zu kaufen leihen und teilen — um Geld, Platz und Ressourcen zu sparen, einander zu begegnen und Zugang zu Dingen zu bekommen, die sie sich sonst nicht leisten könnten. Sein Engagement trägt drei ineinandergreifende Bausteine: eine kostenlose Open-Source-Plattform (allerleih.org), auf der Privatpersonen und Institutionen — Büchereien, Vereine, Begegnungsorte — Gegenstände ver- und ausleihen; zwei physische Leihläden in Lüneburg für alle; und ein öffentliches Starterkit, mit dem andere Städte und Initiativen eigene Leihangebote aufbauen können, ohne bei null anzufangen. Grundlage ist zweijährige ehrenamtliche Erfahrung bei leila.wien, Wiens erster Bibliothek der Dinge, kombiniert mit eigener Forschung zu den Hürden von Leihläden an der Wirtschaftsuniversität Wien und einem Informatik-Hintergrund. Matteo leitet Strategie, Entwicklung, Partnerschaften und Finanzierung, koordiniert mittlerweile sieben Ehrenamtliche und treibt parallel die Gründung des gemeinnützigen AllerLeih e.V. voran. Besonders macht seinen Ansatz: nicht-kommerziell und quelloffen, privates und institutionelles Verleihen auf einer Plattform vereint, föderiert gedacht — jede Stadt betreibt perspektivisch ihre eigene Instanz, ohne zentrale Datenmacht.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026