Anna wächst – Projekt Freie Gemeinschaftsschule Anna Amalia (SALAMANCA leben e. V.)
- Ansprechpartner:in: Brit Zeitner
- Organisation: SALAMANCA leben e.V.
- Themen: Bildung, Demokratie und Partizipation, Integration und Diskriminierung, Inklusion, Bürger- und Menschenrechte, Soziales
- Zielgruppen: Kinder und Jugendliche, Menschen mit Behinderungen
- Ort: Weimar
„Wir möchten weiter daran arbeiten, dass Kinder in Weimar selbstverständlich gemeinsam lernen, wachsen und ihren Bildungsweg gehen können — unabhängig von Unterstützungsbedarf oder individuellen Voraussetzungen.“ sagt Dorothee Krautwurst, Pädagogin an der Freien Ganztagsgrundschule Anna Amalia und engagierte Mitstreiterin in der Projektgruppe von „Anna wächst“.
Seit mehr als 15 Jahren erleben Kinder an der Freien Ganztagsgrundschule Anna Amalia in Weimar, wie selbstverständlich Inklusion sein kann. Sie lernen von Anfang an miteinander und voneinander. Doch für viele Kinder mit Unterstützungsbedarf endet dieser gemeinsame inklusive Bildungsweg nach der vierten Klasse. Damit wollten sich engagierte Eltern, Pädagog*innen und Unterstützer*innen nicht abfinden. Unter dem Namen „Anna wächst – Gemeinsam Zukunft bauen“ setzen sich heute rund 30 Ehrenamtliche dafür ein, dass gemeinsames Lernen bis zum Schulabschluss möglich wird. Die Initiative entwickelt dafür ehrenamtlich tragfähige Perspektiven für eine inklusive Gemeinschaftsschule. In den vergangenen Jahren entstanden unter anderem ein pädagogisches Konzept, ein multifunktionales Raumprogramm sowie Strategien für Fundraising und Netzwerkarbeit. Das Team vereint Menschen aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen – von Pädagog*innen über Architekt*innen bis hin zu Projektmanager*innen – und arbeitet ausschließlich ehrenamtlich. „Anna wächst“ möchte nicht nur einen Bildungsweg verlängern, sondern zeigen, dass Inklusion dort am stärksten wirkt, wo Kinder gemeinsam aufwachsen. Die Initiative setzt sich für echte Wahlfreiheit, gesellschaftliche Teilhabe und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ein. Sie macht Mut, bestehende Strukturen weiterzudenken und zeigt, wie ehrenamtliches Engagement langfristig Veränderungen für eine ganze Region anstoßen kann.