Rencontre sans frontières – Begegnung ohne Grenzen der Alzheimer Gesellschaft München e.V.

Rencontre sans frontières – Begegnung ohne Grenzen der Alzheimer Gesellschaft München e.V.
Foto: Alzheimer Gesellschaft München e.V.
  • Ansprechpartner:in:  Tobias Bartschinski
  • Organisation:  Alzheimer Gesellschaft München e.V.
  • Themen:  Europa und Internationales, Gesundheit, Integration und Diskriminierung, Inklusion, Soziales, Demokratie und Partizipation, Bürger- und Menschenrechte
  • Zielgruppen:  ältere Menschen, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, LGBTQI+
  • Ort:  München

Zitat Angehörige: Diese Aufenthalte befreien uns von allen körperlichen und seelischen Belastungen. So sind wir offen für Momente des gemeinsamen Glücks. Die Kranken können Beziehungen knüpfen, sich gegenseitig bereichern, sich ausdrücken, ohne die Blicke der anderen zu fürchten. Die Krankheit ist kein Hindernis mehr, sondern ermöglicht es uns, unser Leben mit ihr und trotz ihr fortzusetzen. Der Erfolg ist nur durch den Einfallsreichtum und das große Engagement der Teams beider Länder möglich.

Tobias Bartschinski

Das deutsch-französische Projekt „Rencontre sans frontières – Begegnung ohne Grenzen“ ermöglicht Menschen mit Demenz im frühen Stadium der Erkrankung eine gemeinsame Urlaubsreise mit ihrem Angehörigen. Es vereint Begegnung, Erholung und Selbstwirksamkeit. Ein vielfältiges Programm mit körperlichen Aktivitäten, das gemeinsame Kochen, kulturellen Angeboten und gemütlichen Abenden fördert Vertrauen, Gemeinschaft und eröffnet neue Perspektiven. Die Menschen mit Demenz übernehmen ganz selbstverständlich Aufgaben für die Gemeinschaft, was im Alltag oft nicht der Fall ist. Die Woche findet in einem Selbstversorgerhaus statt, in dem jeder Einzelne gebraucht wird und sich entsprechend seiner Fähigkeiten aktiv für die Gemeinschaft einbringt. Das sehr engagierte Team aus Ehrenamtlichen und Fachkräften beider Länder sorgt für einen sicheren und wertschätzenden Rahmen. Jeder einzelne wird mit seinen individuellen Kompetenzen wahrgenommen und nach Möglichkeit gefördert, um das immer noch sehr stigmatisierte Thema „Demenz“ in die Öffentlichkeit zu tragen. Das Projekt ermöglicht auch Begegnungen mit bspw. politischen Entscheidungsträgern und Fachleuten aus dem Gesundheitswesen, Bürgermeistern und Konsuln. Diese Begegnungen lassen gegenseitigen Lernen zu und verändern den Blick auf die Erkrankung. Auch der fachliche Austausch zwischen den Alzheimer-Gesellschaften über die Landesgrenzen hinweg bringt einen wertvollen Mehrwert durch einen Blick über den Tellerrand.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026