Glücksbote e.V. mit dem Projekt "Wi sünd dor vom Glücksbote e.V. – ein solidarisches Netzwerk für ältere Menschen in Neukloster und ländlichem Umland"
- Ansprechpartner:in: Janine Friedrich
- Organisation: Glücksbote e.V.
- Themen: Gesundheit, Integration und Diskriminierung, Inklusion, Bürger- und Menschenrechte, Soziales, Wohnen und Nachbarschaft, Sonstiges, Demokratie und Partizipation, Engagement für Engagement
- Zielgruppen: ältere Menschen, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Sonstige
- Ort: Neukloster
„Gemeinschaft beginnt nicht mit einer Satzung oder einem Förderantrag. Sie beginnt mit einem offenen Ohr, einem gemeinsamen Kaffee und der Bereitschaft zu sagen: 'Wi sünd dor.'“ „Wir glauben, dass niemand erst Hilfe brauchen sollte, um Teil einer Gemeinschaft zu sein. Wenn Menschen sich früh kennenlernen und Vertrauen wachsen kann, entsteht etwas, das keine Institution ersetzen kann: das gute Gefühl, dass jemand da ist, wenn man ihn braucht.“
Der Glücksbote e.V. hat mit „Wi sünd dor“ ein solidarisches Gemeinschaftsnetzwerk geschaffen, das Menschen frühzeitig miteinander verbindet und gegenseitige Unterstützung im Alltag fördert. Statt erst zu handeln, wenn Einsamkeit oder Pflegebedürftigkeit eintreten, setzt das Projekt auf den Aufbau tragfähiger sozialer Beziehungen als Form der Prävention. Aus einer offenen Begegnungsstätte mit vielfältigen Angeboten sind Vertrauen, Freundschaften und ein starkes Miteinander entstanden. Daraus entwickelte sich „Wi sünd dor“ – ein Netzwerk, in dem Menschen füreinander da sind, sich begleiten, unterstützen und Verantwortung übernehmen. Ob Krankenhausbesuche, Hilfe im Alltag oder einfach ein offenes Ohr: Die Unterstützung wächst aus echten Beziehungen und gegenseitigem Vertrauen. Das Besondere ist, dass das Projekt nicht am Reißbrett entstanden ist, sondern aus gelebter Gemeinschaft. Es zeigt, wie durch Begegnung, Ehrenamt und Eigeninitiative nachhaltige soziale Strukturen entstehen können. Mit „Wi sünd dor“ reagiert der Glücksbote e.V. auf gesellschaftliche Herausforderungen wie Einsamkeit, den demografischen Wandel und den Rückgang familiärer Netzwerke. Gleichzeitig verfolgt der Verein das Ziel, das erprobte Konzept auch anderen Dörfern, Kleinstädten und Stadtquartieren zugänglich zu machen und sie beim Aufbau ähnlicher Gemeinschaften zu begleiten.