Prof. Dr. Konrad Hans Martin Kollmann

Prof. Dr. Konrad Hans Martin Kollmann
Foto: Martin Kollmann
  • Ansprechpartner:in:  Prof. Dr. Martin Kollmann
  • Organisation:  Prof. Dr. Martin Kollmann
  • Themen:  Bildung, Demokratie und Partizipation, Engagement für Engagement, Europa und Internationales, Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit, Integration und Diskriminierung, Inklusion, Bürger- und Menschenrechte, Soziales, Umwelt- und Naturschutz, Sonstiges
  • Zielgruppen:  ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer, Sonstige
  • Ort:  Berlin
Nominiert von: BMZ-Engagementpreis

Für echten Erfolg in der NTD-Bekämpfung müssen wir lokale Lösungen für lokale Probleme ZUSAMMEN mit den lokal Betroffenen finden. Dabei müssen wir lernen, Dinge neu von den Betroffenen her zu denken und aus traditionellen Silos heraus zu treten. Mein langjähriges Engagement hat mich gelehrt, Afrika nicht als Kontinent von Problemen sondern v.a. als Kontinent innovativer Möglichkeiten zu sehen. Aus einem echten partnerschaftlichen Austausch ergeben sich grosse Chancen, voneinander zu lernen.

Martin Kollmann

Vernachlässigte Tropenkrankheiten (NTDs) sind Krankheiten vernachlässigter MENSCHEN – sie finden sich v.a. dort, wo es an sauberem Wasser, Schulen und Gesundheitseinrichtungen mangelt. Über 1,5 Milliarde Menschen sind betroffen - viele führen zu Behinderung und Stigmatisierung und halten Betroffenen in einem Armutskreislauf gefangen. Für Prof. Kollmann - Augenarzt und Experte für Tropenmedizin und Globale Gesundheit - verbinden NTDs daher beispielhaft Gesundheit mit Menschenrechten und nachhaltiger Entwicklung. Von Prof. Kollmann mit initiiert, wurde 2014 das Deutsche Netzwerk gegen vernachlässigte Tropenkrankheiten gegründet. Das gemeinsame Ziel: für einen nachhaltigen Beitrag Deutschlands zu werben, als Teil einer globalen Bewegung Vernachlässigung zu beenden und NTDs zu eliminieren. Für Prof. Kollmann ist dies Herzensangelegenheit. Als Arzt in Äthiopien hat er Armut, Hunger, und Ausgrenzung erlebt - aber auch die Kraft der Menschen. Aus dieser Erfahrung erwuchs Gewissheit um die zentrale Rolle von Betroffenen für nachhaltige, respektvolle und inklusive Entwicklung – gerade auch für Frauen und Menschen mit Behinderung: „nothing about us without us“! Durch sein Engagement leistet er einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele und den Erfolg der WHO NTD-Roadmap 2030, an deren Erarbeitung er beratend beteiligt war. Dabei ist es ihm immer wichtig, zusammen mit Betroffenen Probleme zu identifizieren und lokal implementierbare Lösungen zu finden.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026