XENION e.V./Projekt akinda - Berliner Netzwerk Einzelvormundschaften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete

XENION e.V./Projekt akinda - Berliner Netzwerk Einzelvormundschaften für unbegleitete minderjährige Geflüchtete
Foto: akinda/XENION e.V.
  • Ansprechpartner:in:  Ronald Reimann
  • Organisation:  XENION e.V./Projekt akinda
  • Themen:  Bildung, Demokratie und Partizipation, Gesundheit, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte, Soziales
  • Zielgruppen:  Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Sonstige
  • Ort:  Berlin

Wir bringen unbegleitete minderjährige Geflüchtete mit ehrenamtlichen Einzelvormund:innen zusammen, die ihnen als empathische Bezugspersonen und rechtliche Vertreter:innen verlässlich zur Seite stehen. Unsere ehrenamtlichen Vormund:innen geben Halt und Orientierung und übernehmen ein besonders verantwortungsvolles Ehrenamt – oft über Jahre hinweg. Wir begleiten diese Beziehungen sorgfältig und fachkompetent, damit sie im Alltag, in Krisen und beim Übergang ins Erwachsenenleben wirklich tragen.

Ronald Reimann

akinda gibt unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten Halt in einer Lebensphase, die von Unsicherheit geprägt ist. Sie haben zumeist Krieg, Gewalt und lebensgefährliche Flucht erlebt und müssen allein in einem fremden System zurechtkommen. Seit nahezu 30 Jahren vermittelt akinda ehrenamtliche Einzelvormund:innen: als gesetzliche Vertreter:innen und Vertrauenspersonen. Nicht als Elternersatz, aber als empathische Erwachsene an ihrer Seite. Diese 1:1-Beziehungen schaffen, was diese jungen Menschen dringend brauchen: Vertrauen, Sicherheit und Orientierung. Gemeinsam werden Schulplätze gefunden, Asylverfahren bewältigt, Bewerbungen geschrieben und Zukunftspläne entwickelt. Ehrenamtliche Vormund:innen bleiben an der Seite ihrer Mündel – in Krisen ebenso wie bei Erfolgen und über die Volljährigkeit hinaus. akinda bereitet die Ehrenamtlichen sorgfältig vor und vermittelt sie passgenau entsprechend der Wünsche und Bedarfe der Jugendlichen. Ein multiprofessionelles Team berät die Ehrenamtlichen kontinuierlich und bietet Unterstützung in herausfordernden Situationen. Ergänzt wird dies durch regelmäßige Austauschtreffen und gemeinsame Feste. Das Besondere an akinda ist die Kraft persönlicher Begegnung. So eröffnet akinda nicht nur Bildungs- und Bleibeperspektiven, sondern stärkt auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Was als Vormundschaft beginnt, entwickelt sich nicht selten zu einer verlässlichen Beziehung, die bleibt.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026