Integrationslotsinnen und -lotsen für Pflegeberufe (am Malteser Waldkrankenhaus)

Integrationslotsinnen und -lotsen für Pflegeberufe (am Malteser Waldkrankenhaus)
Foto: liegt vor
  • Ansprechpartner:in:  Ahmed Habib
  • Organisation:  Malteser Hilfsdienst e.V., Dienststelle Malteser Waldkrankenhaus
  • Themen:  Bildung, Engagement für Engagement, Gesundheit, Integration und Diskriminierung, Kultur und Musik, Soziales
  • Zielgruppen:  Menschen mit Migrationshintergrund
  • Ort:  Erlangen

Wer Wissen teilt, baut Brücken – und wer Menschen willkommen heißt, heilt mit Herz.

Ahmed Habib

Das Projekt „Integrationslotsen für Pflegeberufe“ zeigt eindrucksvoll, wie Integration im Alltag gelingt: nicht durch große Worte, sondern durch Menschen, die Zeit schenken, zuhören, ermutigen und begleiten. Es unterstützt internationale Pflegeauszubildende und Mitarbeitende mit Migrationsgeschichte dabei, sprachlich, fachlich und menschlich in der Pflege und in Deutschland als neue Heimat anzukommen. Ehrenamtliche üben mit den Teilnehmenden Deutsch, pflegerische Fachsprache, Berufsschulinhalte und Prüfungssituationen. Sie trainieren echte Situationen aus dem Pflegealltag: Patientengespräche, Übergaben, Dokumentation und den Umgang mit Stress. So wird aus Lernhilfe Sicherheit, Selbstvertrauen und berufliche Perspektive. Das Projekt geht weit über Nachhilfe hinaus. Durch Begleitung, Sprachcafé, Simulationen, Ausflüge und gemeinsame Abende entstehen Vertrauen, Freundschaften und Zugehörigkeit. Menschen, die am Anfang unsicher waren, werden mutiger, sprechen freier, bestehen Prüfungen und wachsen in ihre Rolle als Pflegefachkräfte hinein. Das Engagement reagiert auf zentrale Herausforderungen: neue Sprache, neues Ausbildungssystem, Heimweh, kulturelle Umstellung und hohe Anforderungen in der Pflege. Es baut Brücken zwischen Auszubildenden, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen, Klinik und Stadtgesellschaft. Aus Gesprächen, gemeinsamem Lernen und ermutigenden Momenten ist ein lebendiges Netzwerk entstanden, das Menschen stärkt, verbindet und Zukunft ermöglicht.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026