Rom*nja Support Projekt, Malteser Werke gGmbH

Rom*nja Support Projekt, Malteser Werke gGmbH
Foto: erlaubt
  • Ansprechpartner:in:  Charleen Brügmann
  • Organisation:  Malteser Werke gGmbH
  • Themen:  Bildung, Gesundheit, Integration und Diskriminierung
  • Zielgruppen:  Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund
  • Ort:  Rostock

Wir haben mit den Kindern ein wunderschönes großes Spielzimmer eingerichtet und gemeinsam gestaltet. Zu Beginn sind immer wieder Spielzeuge verschwunden. Wir haben nicht geschimpft, sondern uns zu den Kindern gesetzt und darüber gesprochen, was es bedeutet, nie neues Spielzeug besessen zu haben und wie groß die Angst ist, es wieder zu verlieren. Wir haben versprochen, dass dieser Raum mit allem darin jetzt ihr Raum ist. Alles bleibt, auch wir. Seitdem ist nichts mehr weggekommen. Yevheniia Mruha

Charleen Brügmann

Das Rom*nja Support Projekt der Malteser Werke schafft Perspektiven für eine der am stärksten von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffenen Minderheiten Europas. Es richtet sich an geflüchtete Rom*nja, insbesondere aus der Ukraine, die in Gemeinschaftsunterkünften in Mecklenburg-Vorpommern leben. Harte Vorurteile wie: „Alles dreckige Diebe!“, wachsende Konflikte und fehlende Integrationsangebote waren Ausgangspunkt des Projekts. Statt Probleme zu verwalten, setzt es auf Vertrauen, Beziehung und Teilhabe. Das Konzept basiert auf erfolgreichen Rom*nja-Projekten in Ungarn und Rumänien. Gemeinsam mit der Community entstehen Angebote wie Alphabetisierung, Gesundheitsförderung, Hausaufgabenhilfe, Frühförderung sowie Sport-, Musik- und Freizeitangebote. Gleichzeitig wird eng mit Schulen, Behörden, Gesundheitsdiensten, Vereinen und Ehrenamtlichen zusammengearbeitet und Brücken zwischen Zielgruppe und Aufnahmegesellschaft gebaut. Die Bewohner*innen – überwiegend Kinder – gestalten das Projekt aktiv mit und werden langfristig selbstwirksame Multiplikator*innen ihrer Community. Das Projekt zeigt, dass Integration dort gelingt, wo Menschen einander auf Augenhöhe begegnen und Vertrauen wachsen kann. Es baut Vorurteile ab, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und eröffnet Menschen eine echte Chance auf Teilhabe – oft zum ersten Mal in ihrem Leben. Es schenkt ihnen eine neue Erfahrung: „Ich bin wertvoll.“ Und genau dieses Gefühl kann alles verändern.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026