Bipokiste Augsburg Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige der bipolaren Störung
- Ansprechpartner:in: Dr. Timo Saumweber
- Organisation: BipoKiste Augsburg
- Themen: Gesundheit, Inklusion, Soziales
- Zielgruppen: ältere Menschen, hilfe- oder pflegebedürftige Menschen, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, finanziell oder sozial schlechter gestellte Menschen, Frauen, Männer
- Ort: Mertingen
"Die bipolare Störung ist die psychische Erkrankung mit den schlimmsten sozialen Auswirkungen, ist jedoch sehr gut behandelbar. " Bei uns war der Leidendruck noch sehr hoch, da die psychiatrische Versorgung noch nicht gut war. Das wollen wir für die Zukunft verbessern.
Die Bipokiste Augsburg begleitet Menschen mit bipolarer Störung und ihre Angehörigen auf dem Weg zu einem selbstbestimmten und stabilen Leben. Sie schließt Lücken im psychiatrischen Versorgungssystem durch niedrigschwellige, langfristige Selbsthilfe-persönlich, telefonisch, online und per Chat. Besonders ist der regelmäßige Treffpunkt in einer psychiatrischen Klinik, wodurch auch stationäre Patient*innen bereits während ihres Aufenthalts an der Selbsthilfe teilnehmen können. Nach Bedarf bieten wir Entlassmanagement an. Durch Erfahrungsaustausch, Psychoedukation und eine kostenlose Fachbücherei stärkt die Bipokiste die Phasenprophylaxe, hilft Rückfälle zu vermeiden und unterstützt Betroffene um möglichst lange am ersten Arbeitsmarkt und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Angehörige erhalten Wissen, Entlastung und Orientierung. Die Gruppen schaffen Aufklärung durch Erfahrung und mit Prävention. Das sind Workshops, Themenabende,Fotoprojekt, Mitarbeit bei der DGBS, EX-IN und den S3-Leitlinien. Schulung von Klinikpersonal und Medizinstudierenden. Regelmäßige Gruppenabende, gemeinsames Kochen, Brunchs, Ausflüge, Grillfeste sowie Wochenenden mit Vorträgen stärken den Zusammenhalt. Ein eigens entwickeltes Malbuch erklärt Kindern die bipolare Störung altersgerecht. Aktiv sind sie mit Artikeln in der InBalance und Zeitungen. der Teilnahme am Selbsthilfegruppentag und der Messe "Förderung-Teilhabe-Inklusion". Sie bauen Vorurteile ab und machen Selbsthilfe sichtbar.