Die Geschichtsdetektive (ein Wahlfach am Maria-Ward-Gymnasium in Augsburg)

Die Geschichtsdetektive (ein Wahlfach am Maria-Ward-Gymnasium in Augsburg)
Foto: Joanna Linse
  • Ansprechpartner:in:  Joanna Linse
  • Organisation:  Maria-Ward-Gymnasium
  • Themen:  Bildung, Demokratie und Partizipation, Integration und Diskriminierung, Bürger- und Menschenrechte, Soziales
  • Zielgruppen:  ältere Menschen, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderungen, Frauen, Männer, LGBTQI+
  • Ort:  Augsburg

"Tue Gutes und tue es gut." (Maria Ward)

Joanna Linse

Die Geschichtsdetektive setzen sich dafür ein, Erinnerungskultur für junge Menschen attraktiv zu machen. In diesem Zusammenhang haben sie z.B. eine interaktive Stadtführung "Dem jüdischen Leben in Augsburg auf der Spur" kreiert (abrufbar über die App BLZ in Aktion). Im schulischen Alltag engagieren sie sich bei den Stolperstein- und Erinnerungsbandverlegungen für die NS-Opfer in Augsburg und präsentieren der Schulgemeinschaft in attraktiver Form die geschichtlichen Gedenktage (3.10., 9.11., 27.01. und 23.05.). Sie organisieren Ausstellungen zu historischen Themen und verbinden sie mit der Schulgeschichte, wie im Filmbeitrag "Zwei Städte-ein Herz". Außerdem haben sie auch ein Friedhof in Augsburg, auf dem sich mehrere Gedenkstätten zum I. und zum II. Weltkrieg und zu NS-Opfern befinden, durch das Installieren von QR-Codes zu einem Lern-und Gedenkort gestaltet. Durch die QR-Codes gelangt man auf die Seite des Volksbundes, auf der sich interaktive Informationen zu den jeweiligen Orten befinden. Das Engagement des Wahlfaches erreicht somit nicht nur die Schulgemeinschaft, sondern auch die Menschen in der Region Augsburg, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, vor allem junge Leute anzusprechen. Das Wahlfach reagiert mit seinen Projekten auf die Herausforderung der heutigen Zeit, in der immer weniger Zeitzeugen ihre Geschichte erzählen können und viele Jugendliche sich häufig nur über Social Media informieren. So kann Geschichte mehrperspektivisch erlebt werden.

Nominiert für den
Deutschen Engagementpreis
2026