3 Fragen an Dr. Ansgar Klein
Geschäftsführer Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) - Ressort Publizistik und Politik
Was war Dein erster persönlicher Bezug zu freiwilligem Engagement?
Ich bin in einer katholischen Familie mit 4 Brüdern aufgewachsen – da war es klar, dass ich mehrere Jahre als Messdiener tätig wurde, mehrere Jahre lang. In der Schule war ich dann Klassensprecher, später Schülerzeitungsredakteur.
Welche Kindheitserinnerung hat Dich besonders geprägt?
Tief eingeprägt hat sich mir die Biographie meines Vaters, der beinahe 10 Jahre in der DDR in politischer Haft war. Mein Vater war für Ost-CDU und Katholische Kirche noch vor der Gründung der DDR an der Gründung des ostdeutschen Dachverbands der Jugendorganisationen (so dachte er), der FDJ, beteiligt. Er war einer von 7 Gründungspersonen, dabei auch Erich Honnecker. Mit der Gründung der DDR sollte die FDJ blaue Hemden und eine kommunistische Ideologie bekommen. Als mein Vater dagegen beim FDJ-Verbandstag sprechen wollte, wurde er in seiner Ostberliner Wohnung verhaftet und von einem Militärtribunal zu 15 Jahren Zuchthaus wegen „Spionage“ verurteilt. Verschärfend kam damals dazu, dass mein Vater als Student auch einer der Gründungsinitiatoren der Freien Universität in Westberlin war. Später war er einer der Gründungspersonen der Bundeszentrale für politische Bildung, weswegen wir 1961 von Berlin nach Bonn umgezogen sind.
Welche Superkraft hättest Du gerne, wenn Du Dir eine aussuchen könntest?
Ich war immer sehr fasziniert von den biblischen berichten über Pfingsten und den „Heilige Geist“: Er kam über die Menschen und diese konnten „in allen Zungen reden": Diese Vielsprachigkeit als Geschenk über Nacht fand ich immer super, gerade weil ich nicht unbedingt der Fremdsprachen-Crack bin.